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Renegade beerdigt Essence20: Transformers & Co. auf D&D 5.5E

Renegade beerdigt Essence20: Transformers & Co. auf D&D 5.5E

Renegade Game Studios zieht einen Schlussstrich unter sein eigenes Rollenspiel-System. Auf der Renegade Con 2026, im Livestream vom 12. Juni, kündigte der US-Verlag an, dass die zweiten Editionen seiner Hasbro-Lizenzspiele Transformers, G.I. Joe und Power Rangers künftig nicht mehr auf dem hauseigenen Essence20-System laufen, sondern auf D&D 5.5E, also dem 2024 überarbeiteten Regelwerk von Dungeons & Dragons. Das hauseigene System, das diese Marken seit 2021 trug, wird damit eingestellt.

Für den deutschsprachigen Raum ist das kein reines US-Branchengeplänkel. Es zeigt, wie konsequent Hasbro seine Marken auf das eigene Zugpferd D&D ausrichtet, und es betrifft eine DACH-Community, die diese Spiele bislang ohnehin auf Englisch spielen musste. Die Umstellung läuft über Crowdfunding, das auch hierzulande erreichbar ist.

Was ist passiert?

Laut übereinstimmenden Berichten von EN World, TechRaptor und Tabletop Sentinel verkündete Renegade auf der Renegade Con, dass die nächste Generation seiner Action-Rollenspiele auf einer angepassten Fassung von D&D 5.5E aufbaut. Die Reihenfolge steht bereits: Zuerst kommen Transformers und G.I. Joe, deren Crowdfunding-Kampagnen laut Verlag in den nächsten Monaten über die Plattform BackerKit starten sollen. Power Rangers folgt zu einem späteren Zeitpunkt mit einer eigenen Kampagne. Zu den Grundregelwerken sind jeweils Starter Sets geplant.

Bestehende Spielrunden lässt Renegade nicht im Regen stehen: Für die vorhandenen Essence20-Inhalte soll es einen kostenlosen Konvertierungsleitfaden geben, der später über den Renegade-Webstore bereitsteht und alte Inhalte auf das neue Regelwerk überträgt.

Nicht erwähnt wurden im Stream zwei weitere Essence20-Titel: das My-Little-Pony-Rollenspiel und das auf dem Podcast basierende Welcome to Night Vale. TTRPG Insider weist darauf hin, dass insbesondere zu My Little Pony keine Ankündigung fiel. Beide Linien waren schlicht nicht Teil der Präsentation, ihr Status bleibt vorerst offen.

Was war Essence20, und worin liegt der Unterschied zu D&D 5.5E?

Essence20 war Renegades Versuch, ein eigenes, leicht zugängliches d20-System zu etablieren. Im Kern würfeln Spielende einen W20 und legen einen Fertigkeitswürfel obendrauf, dessen Größe vom Trainingsgrad abhängt und von einem W2 bis hinauf zum W20 reicht. Wer auf eine Fertigkeit spezialisiert ist, würfelt den Fertigkeitswürfel und alle kleineren Würfel darunter und behält das beste Ergebnis. Vorteile und Nachteile, in Essence20 Edges und Snags genannt, funktionieren ähnlich wie die Advantage-Mechanik aus D&D. Charaktere stützen sich auf vier Essenzen: Stärke, Tempo, Verstand und Soziales. Klassische Rettungswürfe, wie sie D&D kennt, gibt es im System nicht.

Am Spieltisch machte sich das durchaus bemerkbar. In Community-Diskussionen, etwa bei EN World, wird Essence20 ein vergleichsweise flaches Trefferpunkte-Gerüst und ein ausgeprägter Fokus auf Fernkampf zugeschrieben, in dem auch nicht spezialisierte Figuren zielsicher schießen. Gefechte fühlten sich dadurch tendenziell tödlicher und beweglicher an als der klassische D&D-Nahkampf, in dem Charaktere über viele Runden Treffer wegstecken. Genau diese Eigenheit geben Essence20-Runden mit dem Wechsel auf.

Der Wechsel zu D&D 5.5E ist damit mehr als ein Etikettentausch. Statt der charakteristischen Kombination aus W20 plus skalierendem Fertigkeitswürfel greift Renegade künftig auf die vertraute D&D-Logik aus W20 plus Modifikator, Rettungswürfen und dem 2024 überarbeiteten Klassen- und Regelgerüst zurück. Für Tabletop-Veteranen senkt das die Einstiegshürde an einer Stelle, weil das Grundgerüst bereits Millionen Spielenden weltweit vertraut ist. Ganz ohne Kehrseite ist der Tausch aber nicht: D&D 5.5E bringt für schnelle Action-Lizenzen auch mehr Regelballast mit als ein eigens dafür gebautes System, und Fans des eigenständigeren Essence20-Ansatzes verlieren ein Regelwerk, das sich bewusst von D&D abgesetzt hatte.

Warum der Wechsel, und was hat Hasbro damit zu tun?

Die offizielle Begründung lieferte Renegade laut EN World und Bell of Lost Souls über den hauseigenen Discord nach: Die Verkaufszahlen von Essence20 reichten nicht aus, um weitere Veröffentlichungen auf dieser Basis zu rechtfertigen. Der Wechsel ziele auf ein Modell, das neue Spielende leichter gewinnt. Auf Deutsch: Ein System, das jeder im Hobby ohnehin schon kennt, verkauft sich leichter als eine Eigenentwicklung, die erst erklärt werden muss.

Dahinter steht der Konzern. Transformers, G.I. Joe und Power Rangers sind allesamt Hasbro-Lizenzen, und Hasbro ist zugleich Mutterkonzern von Wizards of the Coast und damit von Dungeons & Dragons. Hasbro-Chef Chris Cocks hatte sich öffentlich für mehr D&D-Crossover über die Markengrenzen hinweg ausgesprochen. Ein Detail nährt den Verdacht, dass die Weichen früh gestellt wurden: Im 3D-Tabletop Sigil, das zu D&D Beyond gehört, tauchte bereits Optimus Prime auf. In den EN-World-Kommentaren wird daraus geschlossen, dass die Pläne schon seit Anfang 2024 in der Schublade lagen. Eine künftige Anbindung der neuen Editionen an D&D Beyond liegt damit nahe, auch wenn Renegade dazu noch nichts Konkretes verkündet hat.

Was bedeutet das für DACH-Spielende?

Hier wird es für den deutschsprachigen Raum interessant, gerade weil eine naheliegende Erwartung enttäuscht wird: Offizielle deutsche Ausgaben der drei Renegade-Rollenspiele gab es nie. Weder Transformers noch G.I. Joe noch Power Rangers erschienen auf Deutsch, und kein deutscher Verlag hat die Essence20-Linie lokalisiert. Selbst die deutschsprachige Rollenspielpresse, etwa PnPnews, berichtete über die englischen Originalausgaben. Wer diese Spiele in DACH gespielt hat, tat das auf Englisch.

Genau deshalb trifft der Systemwechsel die hiesige Community an einer anderen Stelle als in den USA. Erstens ist das gemeinsame Regelfundament jetzt D&D, und D&D 5E ist auch im DACH-Raum das mit Abstand dominierende Rollenspiel, mit breit verfügbarem deutschsprachigem Grundwissen, unzähligen Spielrunden und einem riesigen Pool an Material. Eine deutschsprachige Gruppe, die Transformers ausprobieren möchte, muss künftig kein verlagseigenes System mehr lernen, sondern setzt auf vertraute D&D-Grundlagen auf. Das senkt die Einstiegshürde, auch wenn die Renegade-Bücher selbst weiter auf Englisch erscheinen dürften.

Zweitens läuft die Finanzierung über BackerKit, und Crowdfunding ist für DACH-Backer grundsätzlich erreichbar, wie zuletzt Renegades BackerKit-Erfolg mit Dungeon Crawler Carl zeigte. Praktisch heißt das für hiesige Runden aber auch: Bis die Kampagnen in den kommenden Monaten starten, bleibt nur der englische Import der bestehenden Ausgaben, und ein Termin für einen regulären Handelsvertrieb der zweiten Editionen ist offen. Wer eine Kampagne unterstützt, sollte zudem Versandkosten und mögliche Einfuhrabgaben einkalkulieren, wie bei US-Crowdfunding üblich. Drittens ist der kostenlose Konvertierungsleitfaden auch für hiesige Bestandsrunden relevant: Wer Essence20-Material besitzt, kann es laut Verlag später auf das neue Regelwerk übertragen, ohne bei null anzufangen.

Einordnung

Der Schritt fügt sich in ein Muster: Hasbro bündelt seine Marken rund um sein mit Abstand profitabelstes Tabletop-Zugpferd. Aus Verlagssicht ist die Logik nachvollziehbar, ein etabliertes Regelwerk verkauft sich leichter als eine Nischenentwicklung, und ein gemeinsamer Systemunterbau eröffnet Crossover- und Digitalpotenzial bis hinein in D&D Beyond. Das ist die wirtschaftlich rationale Lesart.

Es gibt aber auch eine Kehrseite, und sie ist Einordnung, keine gesicherte Tatsache: Mit Essence20 verschwindet ein System, das bewusst eigene Wege ging, vom skalierenden Fertigkeitswürfel bis zum eigenen Tempo am Spieltisch. Mehr Vereinheitlichung auf D&D-Basis bedeutet zwangsläufig weniger mechanische Vielfalt am oberen Ende des lizenzierten Marktes, und die vielzitierte niedrigere Einstiegshürde gilt vor allem für Neulinge, nicht zwingend für Essence20-Veteranen, die ein vertrautes System gegen ein regelschwereres tauschen. Für DACH-Spielende überwiegt unter dem Strich aber wohl der pragmatische Gewinn: vertrautes Fundament, erreichbares Crowdfunding und ein Konvertierungspfad für vorhandene Inhalte. Den nächsten echten Prüfstein liefern die Transformers- und G.I.-Joe-Kampagnen auf BackerKit. Erst dort zeigt sich, ob das neue Modell tatsächlich die neuen Spielenden anzieht, mit denen Renegade den Wechsel begründet.

Offenlegung: keine Zuwendungen. Der Beitrag stützt sich auf den öffentlich zugänglichen Renegade-Con-Stream und die Berichterstattung der verlinkten Fachpublikationen. Wörtliche, autorisierte Renegade-Originalzitate lagen nicht vor; die Verlagsbegründung ist als Discord-Aussage von EN World und Bell of Lost Souls dokumentiert und hier paraphrasiert wiedergegeben.

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26. Österreichischer Spielepreis 2026: Take Time gewinnt das Spiel der Spiele

26. Österreichischer Spielepreis 2026: Take Time gewinnt das Spiel der Spiele

Die Wiener Spiele Akademie hat zum 26. Mal den Österreichischen Spielepreis vergeben. Den Hauptpreis Spiel der Spiele und damit die begehrte rote Plakette holt 2026 das kooperative Rätselspiel Take Time. Dazu kommen sechs Spiele-Hit-Auszeichnungen quer durch die Genres.

Die Preisträger 2026 auf einen Blick

  • Spiel der Spiele: Take Time
  • Kinder: Beast Selfie
  • Familien: Morty Sorty Magic Shop
  • Freunde: Hot Streak
  • Experten: Saltfjord
  • Karten: Duell um Cardia
  • Trend: Boss Fighters QR

Spiel der Spiele: Take Time

Take Time (Libellud, deutscher Vertrieb Asmodee) ist ein kooperatives Karten-Puzzle für zwei bis vier Personen ab 10, eine Partie dauert rund 30 Minuten. Die Gruppe legt zwölf Karten nach festen Regeln verdeckt um eine Uhr und arbeitet sich durch 40 immer kniffligere Tests. Reden ist dabei nur eingeschränkt erlaubt: Das Spiel lebt von Deduktion und stiller Abstimmung. Entworfen haben es Alexi Piovesan und Julien Prothière.

Der Hauptpreis ist die wichtigste Auszeichnung des Abends. Die rote Plakette geht an genau einen Titel, der aus einer Shortlist hervorgeht. Neben Take Time standen 2026 zwei weitere Spiele auf dieser Liste. Project Skyline (Piatnik) von Florian Maas ist ein Städtebauspiel, das Deckbau mit dreidimensionaler Gebietskontrolle verbindet (zwei bis vier Personen, 40 bis 60 Minuten, ab 12). Railroad Tiles (HeidelBÄR Games) von Hjalmar Hach und Lorenzo Silva ist ein Lege-Nachfolger der Railroad-Ink-Reihe, bei dem ein bis vier Spielende aus Plättchen ein Schienennetz aufbauen (rund 30 Minuten, ab 8).

Die sechs Spiele-Hit-Kategorien

Die Spiele-Hit-Plaketten sind die Genre-Auszeichnungen des Preises. Sie ehren je einen Titel für eine bestimmte Zielgruppe.

Kinder: Beast Selfie (HUCH!) von Emanuele Briano. In dem Legespiel für zwei bis vier Kinder ab 7 stellen die Tiere Fotos nach. Wer die Plättchen geschickt in seinem Rahmen anordnet und am Ende die schönsten Seiten zeigt, holt die meisten Punkte (15 Minuten).

Familien: Morty Sorty Magic Shop (Schmidt Spiele) von Markus Slawitscheck. Zwei bis vier Spielende ab 8 sortieren Zutatengläser in die Regale eines Zaubershops. Die Deckelfarbe bestimmt das Regal, die Zahlen müssen je Reihe aufsteigend liegen (30 Minuten).

Freunde: Hot Streak (CMYK, deutsche Ausgabe Strohmann Games) von Jon Perry. Ein schnelles Wett- und Bluffspiel für zwei bis acht Personen ab 6, in dem alle auf ein chaotisches Maskottchen-Rennen tippen (20 Minuten). Auf BoardGameGeek rangiert es unter den vier bestbewerteten Partyspielen.

Experten: Saltfjord (Aporta Games, deutsche Ausgabe HUCH!) von Kristian Amundsen Østby und Eilif Svensson. Das Aufbauspiel schickt ein bis vier Personen ab 14 in ein norwegisches Fischerdorf des 19. Jahrhunderts. Über drei Runden draften die Spielenden Würfel, um Gebäude zu aktivieren, Boote auszusenden und Technologien zu erforschen (45 bis 90 Minuten). Das Würfel-Draft ist lose vom älteren Santa Maria abgeleitet.

Karten: Duell um Cardia (Hans im Glück) von Faouzi Boughida und Mathieu Rivero. Ein reines Zwei-Personen-Duell ab 9: Beide führen dasselbe Deck mit Werten von 1 bis 16 und versuchen, ihre Karten im richtigen Moment auszuspielen (15 Minuten).

Trend: Boss Fighters QR (Pegasus Spiele) von Michael Palm und Lukas Zach. Das kooperative Kampagnenspiel für zwei bis vier Personen ab 10 koppelt Karten an eine App. Per Scan-and-Play treten die Helden gegen zehn Bossmonster an, die taktisch auf jeden Zug reagieren (40 bis 60 Minuten).

Einen Sonderpreis vergab die Wiener Spiele Akademie 2026 nicht.

Was der Preis für die deutschsprachige Szene bedeutet

Den Österreichischen Spielepreis vergibt die Wiener Spiele Akademie seit 2001, die Verleihung fand Ende Juni 2026 in Wien statt. Schon die 25. Ausgabe 2025 zeigte diese Bandbreite. Für Spielerinnen und Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Liste auch deshalb interessant, weil fast alle prämierten Titel auf Deutsch erhältlich sind: Schmidt Spiele, Hans im Glück, Pegasus Spiele, HUCH! und Piatnik verlegen direkt, Hot Streak und Saltfjord kommen über Strohmann Games beziehungsweise HUCH! in den Handel. Damit reiht sich der Preis neben dem Spiel des Jahres und dem Deutschen Spielepreis als weitere Orientierung aus dem deutschsprachigen Raum darüber ein, welche Neuheiten über das laufende Jahr hinaus Bestand haben dürften.

Auffällig ist die Bandbreite: Vom 15-minütigen Kinder-Legespiel bis zum 90-minütigen Experten-Euro deckt die Auswahl 2026 nahezu jede Spielrunde ab. Wer den nächsten Familien- oder Spieleabend plant, findet auf dieser Liste sieben sehr unterschiedliche, aber durchweg gut zugängliche Empfehlungen.

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Crowdfunding-Wochenschau KW 27/2026: Concordia-Endspurt, Sovereign: Shōgun und zwei DACH-Kampagnen

Crowdfunding-Wochenschau KW 27/2026: Concordia-Endspurt, Sovereign: Shōgun und zwei DACH-Kampagnen

In der Kalenderwoche 27 verlagert sich das Brettspiel-Crowdfunding klar auf Gamefound. Dort läuft der Endspurt der bislang größten Kampagne des Jahres, daneben legt ein neuer Strategietitel ein hohes Tempo vor. Aus dem DACH-Raum kommen zwei Kampagnen dazu, eine auf Gamefound und eine in der Spieleschmiede. Kickstarter liefert in dieser Woche keinen frischen, für den DACH-Markt einschlägigen Brettspiel-Neuzugang, die großen Kampagnen dort sind bereits ausgelaufen. Alle Zahlen geben den Stand vom 29. Juni 2026 wieder.

Concordia Special Edition (Gamefound)

Concordia Special Edition endet am 30. Juni und ist mit rund 4,36 Millionen Euro bei einem Ziel von 50.000 Euro die mit Abstand größte laufende Kampagne (mehr als das 87-fache des Ziels, über 17.400 Unterstützende). Wer die Premium-Neuauflage will, hat also nur noch wenige Stunden Zeit.

Concordia ist ein Eurospiel von Mac Gerdts (PD-Verlag) für 2 bis 5 Personen und dauert rund 100 Minuten. Es kommt ohne Würfel aus: Aktionen wählt man über einen anfangs identischen Kartensatz, der am Spielende zugleich die Punkte bringt. Mechanisch tragen das Spiel der Aufbau des eigenen Kartendecks, der Netzwerk- und Routenbau über die Mittelmeerkarte sowie das Sammeln von Karten passender Gottheiten.

Die Special Edition von Awaken Realms bündelt das Grundspiel mit allen bisher erschienenen Karten und Erweiterungen, ergänzt eine neue Karte namens Barbarica und ersetzt Pappmarker durch Holzmaterial. Solomodus (Solitaria) und Erweiterungen heben die Spanne auf 1 bis 6 Personen. Die Sprachversion ist wählbar, eine deutsche Ausgabe ist verfügbar.

Sovereign: Shōgun (Gamefound)

Crowdfunding-Wochenschau KW 27/2026: Concordia-Endspurt, Sovereign: Shōgun und zwei DACH-Kampagnen
Kampagnen-Key-Art: Sovereign: Shōgun (PHALANX / Gamefound)

Sovereign: Shōgun ist seit dem 23. Juni live und steht bei rund 209.000 Euro, knapp 700 Prozent des Ziels von 30.000 Euro (880 Unterstützende). Die Kampagne läuft noch bis zum 16. Juli.

Der Titel von PHALANX setzt die Sovereign-Reihe nach Bretwalda fort und ist ein kompetitives Strategiespiel für 2 bis 5 Personen, das 90 bis 160 Minuten dauert und ab 14 Jahren empfohlen wird. Gespielt wird im Sengoku-Japan, jeder Clan startet asymmetrisch mit eigenen Vorteilen.

Im Kern steht eine Aktionsleiste im River-Stil: Eine Aktion wird stärker, je länger sie niemand wählt, was die Wahl zwischen frühem Zugriff und stärkerer Wirkung spannt. Dazu kommen Gebietsmehrheiten, Truppenbewegung, Diplomatie um Tempel-Einfluss und Würfelkämpfe. Verantwortlich für das Design sind Robert Plesowicz und Maciej Stępień.

Believe in me! (please) (Gamefound)

Crowdfunding-Wochenschau KW 27/2026: Concordia-Endspurt, Sovereign: Shōgun und zwei DACH-Kampagnen
Kampagnen-Key-Art: Believe in me! (please) (Wyrmgold / Gamefound)

Believe in me! (please) vom deutschen Verlag Wyrmgold läuft bis zum 14. Juli und hat das Ziel von 20.000 Euro mit rund 36.600 Euro bereits übertroffen (183 Prozent, 500 Unterstützende). Die Kampagne ist seit dem 16. Juni online.

Das Spiel ist für 2 bis 4 Personen ausgelegt, dauert etwa 60 Minuten und richtet sich an Spielende ab 14 Jahren. Die Teilnehmenden mimen Gottheiten, die mit vermeintlich selbst ausgelösten Naturereignissen Gläubige gewinnen und ihre Gefolgschaft ausbauen.

Mechanisch mischt der Titel Auslagenbau, Handkartenmanagement, Worker Placement und einen versteckten Stichmechanismus, dazu kommt ein humorvoller Ton. Die Idee stammt von den TV-Autoren Erik Haffner, Cornel Krizsan und Henneke Holst. Geplant sind eine deutsche und eine englische Ausgabe mit Auslieferung ab dem 22. Oktober 2026.

Children of the Colossi (Spieleschmiede)

Crowdfunding-Wochenschau KW 27/2026: Concordia-Endspurt, Sovereign: Shōgun und zwei DACH-Kampagnen
Kampagnen-Titelmotiv: Children of the Colossi (Giant Roc / Spieleschmiede)

Children of the Colossi läuft in der Spieleschmiede mit deutscher Ausgabe von Giant Roc und hat noch rund acht Tage Laufzeit (75 Unterstützende). Den aktuellen Finanzierungsstand zeigt die Kampagnenseite.

Hinter dem Spiel steht der Designer Jacopo Sarli (Cosmodrome Games). Es ist ein Euro-Spiel mit Figuren auf der Karte für 2 bis 4 Personen, dauert 60 bis 120 Minuten und wird ab 14 Jahren empfohlen. Das Setting ist postapokalyptisch: Was von der Welt übrig ist, ruht auf dem Rücken riesiger Kolosse.

Die Spielenden führen Stämme, gleiten zwischen der Karte und den modularen Koloss-Tableaus, sammeln Eier und ziehen Jungtiere groß. Entschieden wird über Positionierung und Kartenausspiel um Mehrheiten, ohne direkte Angriffe. Jede Partie nutzt nur drei der fünf Kolosse, was den Wiederspielwert erhöht.

Wer eine der Kampagnen unterstützen möchte, prüft Preis, Versandkosten und Liefertermin vor dem Pledge direkt auf der jeweiligen Plattform.

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Neu auf Board Game Arena: Perch und Double Seven (KW 26, 22. bis 28. Juni 2026)

Neu auf Board Game Arena: Perch und Double Seven (KW 26, 22. bis 28. Juni 2026)

Jede Woche kommen auf Board Game Arena neue Titel zum Onlinespielen hinzu. In den vergangenen sieben Tagen sind zwei Brettspiele dazugekommen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Das eine ist ein taktisches Mehrheitenspiel über Vogelschwärme, das andere ein schnelles Sammelspiel über Tierfamilien. Wir stellen dir beide Neuzugänge mit ihren Eckdaten vor.

Perch: Mehrheitenkampf in der Baumkrone

Perch ist seit dem 24. Juni auf der Plattform spielbar. Für diesen Titel wird ein Premium-Abo benötigt. Das Spiel von Douglas Hettrick (Illustration: Ari Oliver) erschien 2025 bei Inside Up Games und ist für 2 bis 5 Personen ausgelegt. Eine Partie dauert laut BoardGameGeek 30 bis 60 Minuten, das empfohlene Mindestalter liegt bei 14 Jahren.

Im Kern ist Perch ein Mehrheitenspiel. Über fünf Runden ziehst du Vögel aus einem gemeinsamen Beutel und stapelst sie auf Ortsplättchen. Wer an einem Ort die meisten Vögel kontrolliert, sichert sich die dort ausliegenden Punkte und teils Sonderfähigkeiten. Weil alle Vögel im selben Beutel landen, steuerst du dabei nicht nur den eigenen, sondern auch fremde Schwärme.

BoardGameGeek führt Perch mit den Mechaniken Gebietsmehrheit, Beutelbau und modularer Spielplan. Aktuell steht der Titel dort bei einer Durchschnittswertung von 7,1 aus rund 1.000 Bewertungen, die Komplexität wird mit 2,2 von 5 angegeben. Eine deutschsprachige Ausgabe ist unter dem Titel „Zaunkönig: Der Kampf um die Baumkrone" angekündigt. Als Verlage nennt BoardGameGeek dafür unter anderem Skellig Games und Steinbock Brettspiele.

Double Seven: Tierfamilien sammeln und tauschen

Double Seven ist seit dem 22. Juni verfügbar. Das Spiel lässt sich ohne Abo spielen. Hinter dem Titel steckt Autor Michael Schacht (Illustration: Christine Alcouffe), erschienen 2025 bei TIKI Editions. Double Seven ist für 2 bis 4 Personen gedacht und dauert laut BoardGameGeek 15 bis 30 Minuten, das Mindestalter liegt bei 8 Jahren.

Spielerisch ist Double Seven eine moderne Variante des Rommé-Prinzips. Du sammelst Tierplättchen und legst gleiche Tiere als „Familien" vor dir aus. Der Kniff: Familien gleicher Größe darfst du mit denen deiner Mitspielenden tauschen, sodass kein Bestand wirklich sicher ist. Wer eine Familie auf sieben Plättchen bringt, erhält einen 7er-Marker, und sobald der zweite 7er vergeben ist, läutet das die Schlussrunde ein.

BoardGameGeek listet Double Seven mit den Mechaniken Set-Sammlung und Tauschen und vergibt eine Durchschnittswertung von 6,2 aus bislang knapp 200 Bewertungen. Die Komplexität fällt mit 1,1 von 5 sehr niedrig aus, auf Board Game Arena ist eine Partie im Schnitt nach rund 10 Minuten vorbei. Eine deutschsprachige Ausgabe ist über Schmidt Spiele gelistet.

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Rolling Deep: Solo-Würfel-Roguelike auf Kickstarter

Rolling Deep: Solo-Würfel-Roguelike auf Kickstarter

Rolling Deep ist ein reines Solospiel und ein Balatro-inspiriertes Würfel-Roguelike: Sie führen ein Trio von Würfelkopf-Abenteurern durch einen unruhigen Vulkan hinab zum Erdmittelpunkt. Auf Kickstarter hat der US-Verlag Bitewing Games sein Finanzierungsziel schon um rund das 25-Fache übertroffen. Hinter der Hype-Zahl steckt allerdings vor allem ein Dice-Building, bei dem Sie Ihre Würfel über viele Läufe Stück für Stück umbauen.

Eckdaten

  • Spielerzahl: 1 (reines Solospiel)
  • Spielzeit: 45 Minuten (Verlagsangabe)
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Komplexität (BGG-Gewicht): 2,5 von 5
  • Designer: Peter C. Hayward
  • Illustration: Alexandra Preda, Caitlin Russell
  • Verlag: Bitewing Games
  • Erscheinung: 2027

Was Sie im Spiel tun

Jede Runde würfeln Sie mit den Würfeln Ihres Teams, die für dessen Aktionen beim Abstieg stehen. Sie entscheiden, wann Sie handeln, also einen Wurf werten, und wann Sie es auf einen neuen Versuch ankommen lassen. Mit Reroll Potions werfen Sie einzelne Würfel neu, bevor Sie sich festlegen. Werten Sie einen Wurf, bringt sein Wert Sie näher an die Zielpunktzahl der aktuellen Etappe. Zwei Ressourcen steuern Ihr Vorgehen: Zeit legt fest, wie viele Wertungen Ihnen pro Runde bleiben, Reroll Potions bestimmen, wie oft Sie Ihr Glück herausfordern dürfen. Das ist klassisches Push Your Luck, denn das Scheitern kennt nur eine Richtung: Verfehlen Sie in einer Runde die Zielpunktzahl, verlieren Sie sofort (Sudden Death). Dieses ständige Abwägen kennen Solo-Fans etwa aus Mini Rogue: The Council, einem weiteren Solo-Roguelike mit Push Your Luck.

Kapitel, Bosse, Shop

Der Abstieg gliedert sich in fünf Kapitel mit je drei Runden. Mit jedem Kapitel steigt die Schwierigkeit, und die letzte Runde eines Kapitels ist ein Boss, der die Regeln genau dieser Runde verändert. Solche Bossbegegnungen, die mitten im Lauf die Regeln umschreiben, kennt man auch von Solo-Titeln wie Jason and the Argonauts. Zwischen den Runden besuchen Sie den Shop. Dort geben Sie Münzen für zweierlei aus: für permanente Würfel-Upgrades, die einzelne Würfelseiten verändern, etwa indem sie neue Werte zeigen oder beim Werten Münzen und Reroll Potions erzeugen, sowie für Verbrauchs-Ausrüstung. Wer alle fünf Kapitel übersteht und den finalen Boss bezwingt, erreicht den Kern des Vulkans und gewinnt.

Dice-Building als Herzstück

Strategisch lebt Rolling Deep von eben diesem Umbau der eigenen Würfel. Über viele Läufe hinweg formen Sie aus Standardwürfeln eine Maschine, die Münzen, Neuwürfe und Punkte aufeinander abstimmt. Konkret tauschen Sie etwa eine schwache Würfelseite gegen eine, die beim Werten Münzen abwirft, und finanzieren damit im nächsten Shop das nächste Upgrade; oder Sie setzen auf Seiten, die Reroll Potions erzeugen, und spielen dadurch aggressiver auf hohe Würfe. Über Achievements schalten Sie nach Verlagsangabe Hunderte weiterer Karten frei. Die Tiefe eines einzelnen Laufs bleibt dabei überschaubar; der Wiederspielreiz entsteht laut Verlag vor allem aus diesem wachsenden Fundus an Karten und Herausforderungen. Genau diese Verzahnung aus Würfelwürfen, Risikoabwägung und langfristigem Aufbau ist die Anleihe bei der Videospiel-Vorlage Balatro.

Der Verlag

Bitewing Games wurde von den beiden Zahnärzten Nick Murray und Kyle Spackman gegründet; der Name spielt auf eine zahnmedizinische Röntgenaufnahme an. Der Verlag fiel zuvor mit Titeln wie Trailblazers und dem von Reiner Knizia gestalteten Zoo Vadis auf. Designer Peter C. Hayward hat sich zuvor vor allem mit kompakten, ideenreichen Spielen einen Namen gemacht. Rolling Deep ist der erste Titel der neuen Solo-Reihe Table for One.

Zwei Spiele in einer Kampagne

Die Kampagne bündelt zwei eigenständige Solospiele. Neben Rolling Deep steckt mit Eureka! ein zweites, laut Verlag Yahtzee-inspiriertes Würfelspiel in den Pledges, in dem Sie Edelsteine schürfen und Ihren Würfelvorrat verwalten. Für Rolling Deep selbst gibt es zudem die Erweiterung Rolling Deeper, die in den Premium-Pledges enthalten ist und laut Verlag vor allem zusätzliche Karten und Achievements ergänzt.

Pledges: Was bringt welche Stufe?

Wichtig vorab: Der mit 15 US-Dollar günstigste Eintrag ist ein reiner Händler-Pledge (Retailer) und kein Einstieg für normale Unterstützer. Für Backer beginnt es so:

  • Eureka! allein: ab 25 US-Dollar.
  • Rolling Deep als Basisspiel: ab 59 US-Dollar, inklusive des gratis Swip Swap Promo Packs und der Kickstarter-exklusiven Ultimate Achievement Box.
  • Standard-Bundle beider Spiele: 84 US-Dollar, also vor allem der Zugewinn eines kompletten zweiten Spiels.
  • Red Hot Edition: 129 US-Dollar. Spielerisch zählt hier die enthaltene Erweiterung Rolling Deeper; der Rest (Deluxe-Upgrade-Pack, Deluxe-Würfelturm, Metallfolien-Box) ist Komponenten-Aufwertung.
  • All-In 2-Game Deluxe Bundle: 149 US-Dollar, die Red Hot Edition plus Eureka! Diese Stufe wählten mit Abstand die meisten Unterstützer.

Die Zusatzinhalte trennen sich damit sauber: spielverändernd sind die Erweiterung Rolling Deeper, das Swip Swap Promo Pack und die über Achievements freigeschalteten Karten; rein kosmetisch sind die Deluxe-Komponenten und die Metallfolien-Box.

Finanzierung mit Augenmaß

Seit dem 23. Juni 2026 ist die Kampagne live. Stand 28. Juni 2026 stehen 375.586 US-Dollar von 3.104 Unterstützern zu Buche, rund 2.500 Prozent des mit 15.000 US-Dollar bewusst niedrig angesetzten Ziels. Mitgründer Nick Murray feierte den Auftakt als den nach eigener Aussage größten Launch-Tag in der Geschichte des Verlags. Laut Kampagne schaltete eine Vormerk-Marke von 8.000 Followern die Ultimate Achievement Box frei, die nun gratis und Kickstarter-exklusiv in allen Rolling-Deep-Pledges liegt. Die Kampagne läuft noch bis Mitte Juli 2026. Weitere laufende Kampagnen sammeln wir in unserer Crowdfunding-Wochenschau.

So beeindruckend die Zahlen sind: Eine hohe Finanzierungsquote belegt Nachfrage, nicht Qualität. Rolling Deep ist noch nicht erschienen, eine unabhängige Wertung steht aus.

Für Solo-Fans im DACH-Raum

Eine deutsche Ausgabe ist bislang nicht angekündigt; BGG führt allein eine englische Edition. Die Kampagne läuft auf Englisch, Bitewing versendet weltweit. Für Solo-Fans aus Deutschland, Österreich und der Schweiz heißt das: ausreichende Englischkenntnisse und internationalen Versand einplanen.

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Steam Summer Sale 2026: Dire Wolf Digital reduziert Root, Dune: Imperium und Ark Nova

Steam Summer Sale 2026: Dire Wolf Digital reduziert Root, Dune: Imperium und Ark Nova

Dire Wolf Digital schickt seine digitalen Brettspiel-Umsetzungen in den Steam Summer Sale. Vom 24. Juni bis zum 9. Juli 2026 sind die Steam-Versionen von Root, Dune: Imperium, Ark Nova und gut einem Dutzend weiterer Titel reduziert. Das auffälligste Angebot ist Root: Mit 70 Prozent Rabatt liegt die digitale Fassung laut Anbieter auf ihrem bisherigen Tiefstpreis.

Die meisten dieser Titel sind im DACH-Raum als analoge Brettspiele bekannt. Die digitalen Versionen sind kein Ersatz für die Schachtel auf dem Tisch, aber ein günstiger Weg, die Regeln zu lernen, eine Partie gegen die KI zu testen oder online gegen Freunde zu spielen.

Die wichtigsten Spiele im Angebot

  • Root (asymmetrischer Kampf ums Waldreich): 70 Prozent Rabatt, laut Dire Wolf der bisherige Tiefstpreis.
  • Dune: Imperium (Deckbau und Worker Placement): 30 Prozent Rabatt.
  • Ark Nova (Zoo-Aufbau über ein Kartenengine): 30 Prozent Rabatt.
  • Cascadia (Landschaftsplättchen legen): 30 Prozent Rabatt.
  • Everdell (Worker Placement und Tableau-Bau): 45 Prozent Rabatt.
  • The Isle of Cats (Polyomino-Puzzle): 35 Prozent Rabatt.
  • Munchkin Digital (Karten-Dungeon mit viel Schadenfreude): 45 Prozent Rabatt.
  • Clank! Digital (Deckbau-Dungeon-Crawl): bis zu 30 Prozent Rabatt.

Erweiterungen, DLC und Bundles

Neben den Grundspielen sind auch viele Erweiterungen reduziert. Bei Root betrifft das unter anderem die Module The Clockwork und The Riverfolk (jeweils 40 Prozent, laut Anbieter Tiefstpreis) sowie Exiles & Partisans & Vagabonds und The Underworld (jeweils 30 Prozent). Die Erweiterung Hirelings & Landmarks ist mit 10 Prozent erstmals reduziert. Für Dune: Imperium stehen die Erweiterungen Uprising und Immortality bereit, für Munchkin unter anderem Clerical Errors und Unnatural Axe (jeweils 35 Prozent).

Wer gleich mehrere Teile einer Reihe kauft, bekommt über die Bundles zusätzliche Nachlässe: Das Root Digital Bundle gibt es mit 25 Prozent Zusatzrabatt, die Bundles zu Dune: Imperium und Clank! jeweils mit 10 Prozent. Dire Wolf gibt an, dass die DLC plattformübergreifend nutzbar sind.

Ab 1. Juli auch mobil

Die Steam-Aktion läuft bis zum 9. Juli 2026. Parallel dazu starten die mobilen Angebote etwas später: Vom 1. bis 9. Juli sind die Titel auch im Google Play Store und im App Store reduziert. Wer also lieber auf Tablet oder Smartphone spielt, hat ab Anfang Juli ein knappes Zeitfenster.

Konkrete Eurobeträge nennt Dire Wolf nicht, da die Endpreise je nach Plattform und Region variieren. Die genauen Preise stehen auf den jeweiligen Steam-Produktseiten.

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Greater Than Games verkauft: Was der Deal für Spirit Island und seine deutschen Fans bedeutet

Greater Than Games verkauft: Was der Deal für Spirit Island und seine deutschen Fans bedeutet

Greater Than Games steckt seit über einem Jahr in der Krise, jetzt wechselt die Verlagsmarke den Besitzer. Mitte April 2026 hat die Flat River Group, die Eigentümerin von Greater Than Games (kurz GTG), die Marke samt den Produktlinien rund um Sentinels of the Multiverse an den Digital-Entwickler Handelabra Games verkauft. Das berichtet das Branchenmedium BoardGameWire.

Für viele in der Szene steht dabei vor allem eine Frage im Raum: Was wird aus Spirit Island, dem bekanntesten Titel des Verlags? Die kurze Antwort zuerst, denn sie entlastet: Spirit Island ist ausdrücklich nicht Teil des Verkaufs. Und für die deutsche Ausgabe ändert sich nach aktuellem Stand ohnehin nichts, weil die nicht bei GTG liegt, sondern bei Pegasus Spiele.

Wir ordnen ein, was verkauft wurde, warum GTG überhaupt in diese Lage geriet und was das konkret für euch als deutschsprachige Spielende heißt.

Spirit Island auf einen Blick

  • 1 bis 4 Spielende, rein kooperativ
  • Spielzeit: 90 bis 120 Minuten laut Schachtel, in der Praxis bei Erstpartien oft länger
  • Ab 13 Jahren, Komplexität gut 4 von 5
  • BoardGameGeek-Rang 11, Durchschnittsnote 8,3
  • Deutsche Ausgabe: Pegasus Spiele, betreut über das Label Frosted Games
  • Auch als digitale Umsetzung erhältlich (Steam, iOS, Android)

Was wurde verkauft, und was bleibt?

Verkauft hat die Flat River Group die Markenrechte an Greater Than Games sowie die Produktwelt rund um Sentinels of the Multiverse: das Kartenspiel selbst, die Reihe Sentinel Tactics, das Sentinel Comics RPG, die Sentinels-Miniaturen und den kooperativen Deckbuilder Galactic Strike Force. Käufer ist Handelabra Games, ein Studio, das seit über einem Jahrzehnt die digitalen Umsetzungen der Sentinels-Spiele entwickelt. Der Schritt vom Software-Partner zum Marken-Eigentümer ist also weniger ein Quereinstieg als die Übernahme einer Welt, die das Studio schon lange kennt. Handelabra-Chef Jaye Handel zeigte sich laut BoardGameWire optimistisch für die Zukunft der Sentinel-Comics-Marke auf digitalen wie analogen Tischen. Weitere Details stellte das Studio für Ende April 2026 in Aussicht. Markenverkäufe und Übernahmen häufen sich gerade in der Szene, erst kürzlich übernahm Awaken Realms den Verlag ThunderGryph Games.

Der entscheidende Punkt für die Spirit-Island-Gemeinde: Spirit Island gehörte nicht zum Paket. Der Titel bleibt bei der Flat River Group. Handelabra stellte ausdrücklich klar, dass sich an der Beziehung zu Flat River in Bezug auf Spirit Island nichts geändert habe. Wer also befürchtet hat, sein Lieblingsspiel verschwinde im Zuge des Deals, kann durchatmen: Der Markenverkauf betrifft die Sentinels-Welt, nicht die Geisterinsel.

Warum geriet Greater Than Games in diese Lage?

Der Verkauf ist der vorläufige Endpunkt einer längeren Schieflage. Bereits im April 2025 hatte GTG den Betrieb weitgehend heruntergefahren und den Großteil der Belegschaft entlassen. Als Grund nannte der Verlag den Druck durch neue US-Importzölle, die das Geschäft mit überwiegend in Asien gefertigten Brettspielen empfindlich verteuerten. Greater Than Games ist damit nicht allein, auch andere US-Verlage geraten unter den gestiegenen Kosten ins Wanken.

Spirit-Island-Designer R. Eric Reuss meldete sich damals auf seinem Blog zu Wort. Er fand klare Worte für die Belegschaft: "This is a tragedy, and my heart goes out to all the >G folks who've been laid off; they're excellent people and have been great to work with." Zugleich beruhigte er die Fans mit Blick auf das Spiel selbst: "I'm certainly not done with the game, so don't worry about it vanishing into the ether." Reuss verwies außerdem darauf, dass der Webshop weiterlaufe, lagernde Titel bestellbar blieben und der aktuelle Katalog bei Bedarf weiter produziert werde.

Was hat Reuss zugesagt, was bleibt offen?

Im Juni 2026 legte Reuss mit einem weiteren Spirit-Island-Update nach, das er per E-Mail und über die Community-Kanäle verbreitete. Der Tenor blieb beruhigend und nüchtern: Vorrätige Titel bleiben bestellbar, der laufende Katalog wird bei Bedarf weiter nachproduziert. Zu den laufenden Crowdfunding- und Vorbesteller-Projekten kündigte er Informationen für einen späteren Zeitpunkt an.

Konkrete Termine für künftige Spirit-Island-Erweiterungen auf dem US-Markt nennt Reuss damit noch nicht. Der Stand ist also: Das Spiel läuft weiter, der bestehende Katalog ist gesichert, und über die nächsten großen Schritte entscheidet sich erst in den kommenden Monaten mehr.

Was bedeutet das für DACH-Spielerinnen und -Spieler?

Hier kommt die für euch wichtigste Einordnung, und sie fällt entwarnend aus. Die deutsche Ausgabe von Spirit Island liegt nicht bei Greater Than Games, sondern bei Pegasus Spiele, betreut über das Label Frosted Games. Pegasus hält die deutschsprachige Lizenz und steuert die Lieferkette hierzulande. Der gesamte US-Wirbel um GTG, Flat River und Handelabra läuft damit an der deutschen Ausgabe vorbei: Wer Spirit Island auf Deutsch sucht, bekommt es weiterhin über den gewohnten Vertriebsweg.

Das gilt auch für die bereits erschienenen Erweiterungen. Die großen deutschen Ausgaben wie Ast und Tatze (im Original Branch & Claw) und Zerklüftete Erde (Jagged Earth) sowie die Geist-Pakete wie Sonnenheller Wirbelwind, Seele des Flächenbrands, Bodenloser Schlamm der Sümpfe und Sturzregen durchnässt die Welt sind Pegasus-Ausgaben und hängen nicht an den verkauften Markenrechten. Die Verfügbarkeit einzelner Titel schwankt wie immer mit den Nachdruck-Zyklen. So ist Zerklüftete Erde laut Handelsangaben ab Juli 2026 wieder erhältlich. Das ist der normale Lauf eines stark nachgefragten Spiels und keine Folge des US-Deals.

Bei der Frage nach künftigen Erweiterungen solltest du zwei Dinge auseinanderhalten. Der bestehende deutsche Katalog ist gesichert: Was Pegasus bereits lokalisiert hat, bleibt lieferbar und wird nachgedruckt. Ob und wann es darüber hinaus neue Erweiterungen auf Deutsch gibt, hängt dagegen davon ab, was Reuss in den USA überhaupt erst neu anstößt. Eine feste Zusage für weitere deutsche Ausgaben gibt es derzeit nicht. Genau hier lohnt sich für dich der Blick auf die angekündigten Updates der kommenden Monate.

Einordnung: Warum diese Nachricht überhaupt Wellen schlägt

Dass ein Verlagsverkauf in einem US-Nischenmarkt so viel Aufmerksamkeit erzeugt, sagt vor allem etwas über den Stellenwert von Spirit Island aus. Das kooperative Experten-Spiel von R. Eric Reuss erschien 2017 und zählt heute zu den meistgespielten und am höchsten bewerteten Koop-Spielen überhaupt. Auf BoardGameGeek steht es auf Rang 11 der Gesamtwertung, bei einer Durchschnittsnote von 8,3 und einem Komplexitätsgewicht von gut 4 von 5. Es ist für 1 bis 4 Spielende ab 13 Jahren ausgelegt, die Schachtel nennt 90 bis 120 Minuten, und in der Praxis zieht sich vor allem die Erstpartie gern länger. Ein dicker Brocken also, der seine Fans gerade wegen seiner Tiefe an sich bindet.

Bemerkenswert ist auch das Thema. In Spirit Island verteidigen Naturgeister ihre Insel gegen koloniale Invasoren. Das dreht die übliche Eroberer-Perspektive vieler Aufbauspiele bewusst um und gibt dem Titel eine antikoloniale Haltung, die in der Szene viel diskutiert wird. Ein Spiel mit dieser Strahlkraft verschwindet nicht leise, wenn sein Verlag ins Wanken gerät. Genau deshalb war die Sorge groß, und genau deshalb ist die Entwarnung die eigentliche Nachricht: Die Marke wechselt den Besitzer, der Klassiker bleibt, wo er ist, und für deutsche Fans bleibt der Weg zum Spiel der gleiche.

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HOROLOGIUM - Die Orloj von Prag: Frosted Games bringt den Experten-Euro auf Deutsch

HOROLOGIUM - Die Orloj von Prag: Frosted Games bringt den Experten-Euro auf Deutsch

Die astronomische Uhr am Prager Altstädter Rathaus tickt jetzt auch auf deinem Spieltisch: HOROLOGIUM - Die Orloj von Prag, die deutsche Ausgabe des 2025 viel beachteten Experten-Euros Orloj, ist bei Frosted Games erschienen und ab sofort lieferbar. Damit liegt einer der bestbewerteten Worker-Placement-Titel des Jahrgangs (BGG-Schnitt 7,94 bei über 1.700 Wertungen) erstmals komplett auf Deutsch vor.

Worker Placement auf zwei gegenläufigen Zifferblättern

Im Kern ist HOROLOGIUM ein Worker-Placement-Spiel, doch das Herzstück ist ein doppeltes Rondell: Zwei drehbare Zifferblätter laufen gegeneinander. Du setzt deine Baumeister auf die Felder der Scheiben und kassierst dafür Ressourcen (Gold, Eisen und Farbe) sowie Aktionen. Weil sich die Scheiben drehen, verschiebt sich von Runde zu Runde, welche Felder gerade beieinanderliegen. Das macht die Platzierung zu einer kleinen Timing-Aufgabe, bei der du Züge im Voraus planst. Direkt angreifen kannst du die Mitspielenden nicht; die Reibung entsteht indirekt, weil ihr euch um dieselben Felder auf den rotierenden Scheiben drängelt.

Zahnräder beschädigen, Wissen aufbauen

Der namensgebende Kniff dreht sich um die Zahnräder der Uhr. Für besonders mächtige Aktionen darfst du Zahnräder gezielt beschädigen. Das verschafft dir kurzfristig Schub, doch reparierst du den Schaden nicht rechtzeitig, kassierst du am Spielende Minuspunkte. Parallel kletterst du auf drei Wissensleisten (Tech-Tracks) nach oben, holst dir über Action Retrieval bereits gesetzte Arbeiter zurück und schaltest Endwertungs-Boni frei. Thematisch erweiterst du die Orloj um den Apostelzug, das sogenannte Apostelkarussell, und um das Kalendarium. Sobald das Kalendarium fertiggestellt ist, endet die Partie, und wer die meisten Harmoniepunkte gesammelt hat, gewinnt.

Spieldaten und Solo-Modus

  • Spieleranzahl: 1 bis 4
  • Spieldauer: 60 bis 120 Minuten (ca. 30 Min. pro Person)
  • Alter: ab 14 Jahren
  • BGG-Gewicht: 3,64 von 5
  • BGG-Schnitt: 7,94
  • Preis: 64,95 Euro (Grundspiel)

Das Gewicht von 3,64 von 5 ist ehrlich verdient: Für die Erstpartie solltest du Regelaufwand einplanen, und in vollbesetzten Runden kommt etwas Grübelzeit dazu. Das ist klar Kennerkost und kein Absacker für zwischendurch, vergleichbar mit anderen schweren Kennerspielen frisch auf Deutsch. Solo lässt sich der Titel ebenfalls spielen; die BGG-Community bewertet den Ein-Personen-Modus als solide, ohne ihn als großes Highlight zu feiern.

Hinter dem Spiel stehen die Designer Abraham Sanchez Hermida und Paloma J. Pascual, die Illustrationen stammen von Jesús Fuentes und Amelia Sales. Im Original erschien Orloj: The Prague Astronomical Clock 2025 bei Perro Loko Games. Die deutsche Lokalisierung verantwortet nun Frosted Games, die zuletzt auch die Lokalisierung von Tír na nÓg angekündigt haben.

Was in der Box steckt

Das Grundspiel kostet 64,95 Euro. In der Schachtel liegen laut Frosted Games ein Regelheft, der Spielplan, ein Beutel, die Drehachse mit zwei Zifferblättern, 8 Tableaus, 33 Marker, 64 Karten, 155 Figuren und 215 Plättchen. Diese Materialfülle deutet schon an, dass hier ein schwerer Euro mit ordentlich Tischpräsenz auf dich wartet. Wer mehr will, findet mit der Wimperg-Promo eine kleine Zusatzerweiterung für 7,00 Euro, die separat erhältlich ist und nicht zum Lieferumfang des Grundspiels gehört.

Für DACH-Spielgruppen ist vor allem die Verfügbarkeit die eigentliche Nachricht: Ein Titel, der seit seinem Erscheinen 2025 in den Experten-Charts mitspielt, liegt jetzt ohne Sprachhürde auf dem Tisch. Wer schwere Euros wie das Worker-Placement-Kennerspiel Wine & Cheese mag und den ungewöhnlichen Twist des doppelten Rondells reizvoll findet, bekommt mit HOROLOGIUM einen markanten Vertreter des Jahrgangs auf Deutsch.

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Towers of Yoma: Koop-Tower-Defense startet auf Gamefound

Towers of Yoma: Koop-Tower-Defense startet auf Gamefound

Tower Defense kennen Sie vermutlich aus Videospielen: Gegnerwellen rollen heran, Sie bauen Türme, die sie aufhalten, bevor sie ihr Ziel erreichen. Genau dieses Prinzip bringt der deutsche Verlag HYBR Games mit Towers of Yoma als kooperatives Brettspiel auf den Tisch. Die Crowdfunding-Kampagne startet am 16. Juli 2026 auf Gamefound.

Was Sie im Spiel tun

Towers of Yoma ist ein kooperatives Strategiespiel aus der Vogelperspektive, und der Untertitel „A Mazing Tower Defense Game“ ist Programm. Sie bauen nicht einfach Türme an feste Plätze, Sie legen aus ihnen ein Labyrinth an, durch das die Gegner (die „Creeps“) laufen müssen. Je länger der Weg, desto mehr Schaden können Ihre Türme austeilen.

Im Zug geben Sie Aktionspunkte aus. Damit bauen Sie Türme, stapeln sie zu stärkeren Varianten und feuern auf benachbarte Felder Ihres Labyrinths. Auf der Mechanik-Seite listet BoardGameGeek Aktionspunkte, Flächenkontrolle (Grid Coverage), das Bewegen mehrerer Einheiten und einen Würfelturm (Cube Tower) als tragende Bausteine. Das Material ist modular: Die Karte lässt sich neu zusammensetzen, was Raum für eigene Szenarien und Community-Herausforderungen schafft.

Gespielt wird über eine Kampagne aus 8 Missionen. Pro Mission rollen 2 bis 4 Wellen an Creeps an, und Sie müssen sie alle ausschalten, bevor sie das Ende Ihres Tals erreichen.

Vier Rassen, acht Anführer

Towers of Yoma bringt 4 Rassen mit, jede mit 6 eigenen Türmen zum Platzieren und Stapeln. Die Fraktionen spielen sich laut Verlag unterschiedlich, der Reiz liegt im Ausloten ihrer Synergien.

Dazu halten Sie ein eigenes Spielerboard und eine von 8 General-Karten, jede mit genau einer Spezialfähigkeit. Ein Beispiel, das HYBR Games selbst nennt: „Imp Meyer“ darf Türme abbauen, ohne dafür Aktionspunkte zu zahlen. Diese Anführer sorgen dafür, dass sich zwei Partien mit derselben Rasse unterschiedlich anfühlen.

Voll-Koop oder einer gegen alle

Das Spiel kennt zwei Modi. Im Voll-Koop spielen Sie gemeinsam gegen das Spielsystem. Im Modus „1 Creep Master vs Many“ übernimmt dagegen eine Person die Gegnerseite und schickt die Creeps gegen den Rest der Gruppe. Dasselbe Material trägt also sowohl die rein kooperative als auch eine kompetitive Partie.

Wichtig für Solisten: Towers of Yoma unterstützt auch eine einzelne Person. Der kooperative Modus skaliert von 1 bis 4 Spielenden, einen abweichenden, eigens gebauten Solo-Modus gibt der Verlag bislang nicht an.

Laut HYBR Games begleitet eine App die Partie: Die App soll die Spielenden beobachten und die Gegner steuern. Das ist eine Angabe des Verlags aus der Kampagne, kein von uns getesteter Spielstand. Wie tief die App ins Spiel eingreift und ob sie für alle Modi nötig ist, zeigt sich, wenn mehr Details zum Kampagnenstart vorliegen.

Die Eckdaten

  • Verlag: HYBR Games GmbH (Deutschland)
  • Designer: Andreas Wilde
  • Illustration: Animesh Debnath, Andreas Wilde
  • Spielerzahl: 1 bis 4
  • Spieldauer: 60 bis 120 Minuten
  • Alter: ab 14 Jahren
  • Solo-Modus: ja (Koop-Modus skaliert auf 1 Person)
  • Genre: kooperatives Tower Defense, Fantasy
  • Plattform: Gamefound
  • Kampagnenstart: 16. Juli 2026

Warum das für Sie interessant ist

Der Aufhänger für die DACH-Region ist der Verlag selbst: HYBR Games sitzt in Deutschland. Crowdfunding-Kampagnen, die hierzulande aufgesetzt werden, bedeuten in der Regel kürzere Versandwege, Abrechnung in Euro und eine größere Chance auf eine deutsche Ausgabe von Beginn an. Thematisch bedient Towers of Yoma das Erbe klassischer Aufbau- und Echtzeitstrategie am Computer, übersetzt in eine Brettspiel-Kampagne für den Couchtisch.

Die Spielzeit von 60 bis 120 Minuten und die Altersfreigabe ab 14 verorten den Titel im Kennerspiel-Bereich. Wer kooperative Aufbauspiele mag und Lust hat, statt fester Stellungen ein echtes Tower Defense-Labyrinth zu planen, findet hier eine ungewöhnliche Variante des Genres.

Wann und wo

Die Kampagne startet am 16. Juli 2026 auf Gamefound. Der Pre-Launch läuft bereits, laut Verlags-Update folgen der Seite rund 4.000 Interessierte. Die genauen Pledge-Stufen und das Finanzierungsziel gibt HYBR Games zum Kampagnenstart bekannt, ebenso die Stretch-Goals. Sobald diese Zahlen vorliegen, ordnen wir ein, welche Stufe nur Komponenten aufwertet und welche tatsächlich am Spielinhalt etwas ändert.

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Trinket Trove: deutsches Sammelspiel auf der Spieleschmiede

Trinket Trove: deutsches Sammelspiel auf der Spieleschmiede

Mirakulus holt „Trinket Trove" über die Spieleschmiede in einer deutschen Version nach Hause: ein leichtgewichtiges Kartenspiel, in dem niedliche Sammler unter den Dielen kleine Schätze horten. Hinter der zuckersüßen Optik steckt eine kompakte Mischung aus offenem Drafting, einer Bietphase um die Zugreihenfolge und einer Set-Wertung, die in rund 30 Minuten überraschend viele Entscheidungen verlangt.

Auf einen Blick: 2 bis 6 Personen · ca. 30 Minuten · ab 10 Jahren · Verlag Mirakulus.

Was Sie in Trinket Trove spielen

In „Trinket Trove" spielen Sie eine kleine Sammlerfigur, die in der verborgenen Welt zwischen den Wänden lebt und glänzende Fundstücke zusammenträgt: Federn, Schlüssel, Murmeln, Muscheln, Edelsteine und mehr. Jeder dieser Schmuckstücktypen liegt als Karte vor, und auf jeder Karte sitzt eine Wertungsleiter. Der Kniff: Je mehr Karten desselben Typs Sie am Ende besitzen, desto höher klettert ihr Wert auf dieser Leiter. Eine einzelne Feder bringt wenig, ein dicker Stapel Federn dagegen viele Punkte. Genau dieses Hochschaukeln gleichartiger Sammlungen ist der Motor des Spiels.

Sie starten mit vier Schmuckstückkarten auf der Hand. Zu Beginn jeder Runde kommen neue Karten offen in die Tischmitte. Reihum bieten Sie dann um die Zugreihenfolge, indem Sie eigene Karten aus der Hand als Gebot offen auslegen. Wer früh dran sein will, legt mehr Karten in den Pott, gibt damit aber Material an die Mitbietenden ab. Anschließend greifen Sie reihum zu und nehmen sich Schmuckstücke aus der Auslage, und zwar einschließlich der Karten, die andere als Gebot ausgelegt haben. So wandert jede abgegebene Karte zurück in den Kreislauf und steht den übrigen Sammlern zur Verfügung. Nach fünf oder sechs Runden zählen Sie Ihre Hand aus, und wer die wertvollsten Sammlungen gehortet hat, gewinnt.

Mechanik: offenes Drafting, Bietphase und Set Collection

Mechanisch verschränkt das drei vertraute Bausteine, die Sie sich auch ohne Fachbegriffe vorstellen können. Aus der offenen Auslage in der Tischmitte suchen Sie sich Karten aus (offenes Drafting). Wer zuerst zugreifen darf, wird vorher per Karteneinsatz ausgehandelt, Ihre Handkarten sind also gleichzeitig Spielmaterial und Währung (Versteigerung der Zugreihenfolge). Und am Ende zählt nur, wie sauber Sie gleichartige Schätze zu Sammlungen gebündelt haben (Set Collection).

Genau hier sitzt auch die Würze: Weil die Gebote der anderen mit auf den Tisch wandern, kann Ihnen jemand kurz vor dem Zugriff genau die Karte wegschnappen, auf die Sie gerade hinspielen. Das sorgt für ständiges Abwägen zwischen früh zugreifen und Material sparen, kann aber am Familientisch auch mal pieksen, wenn die Lieblingssammlung platzt. Dass „Trinket Trove" trotz der knuffigen Optik ab zehn Jahren empfohlen wird, passt deshalb gut: Bieten und Timing wollen ein bisschen Übersicht und Pokerface. Auf BoardGameGeek ist das Spiel mit einem Gewicht von rund 1,5 von 5 als ausgesprochen leicht eingestuft. Die runden 30 Minuten sind ein guter Richtwert, in voller Sechserbesetzung dauern die Bietrunden naturgemäß etwas länger.

Mäuse mit Namen: Charaktere und Illustration

Die Sammler sind anthropomorphe Tiere, im Spiel als eigene Charakterkarten mit Namen wie Brisby, Wander, Gouda und Templeton vertreten. Die Illustrationen stammen von Sandara Tang, das Spiel selbst hat Rocco Privetera entworfen. International ist „Trinket Trove" 2025 bereits über GameHead und Lucky Duck Games erschienen, die deutsche Ausgabe besorgt nun Mirakulus. Thematisch reiht sich der Titel damit neben andere leichte Kartenspiel-Kampagnen auf der Spieleschmiede ein.

Was die Spieleschmiede-Kampagne bietet

Die deutsche Version läuft als aktive Kampagne auf der Spieleschmiede. Den tagesaktuellen Finanzierungsstand finden Sie direkt auf der Projektseite; zum Zeitpunkt unserer Abfrage standen 42 Unterstützende und rund vier Wochen Restlaufzeit zu Buche.

Die Pledge-Stufen im Überblick

  • Feivel (5 Euro): rein digitale Unterstützung, eine „Trinket Trove"-Errungenschaft im Spielernetzwerk, ohne physisches Spiel.
  • Trixi (20 Euro): „Trinket Trove" auf Deutsch plus die „Characters"-Mini-Erweiterung mit sechs zusätzlichen Charakteren.
  • Samson (28 Euro): spielinhaltlich identisch zu Trixi, zusätzlich liegen passende Kartenhüllen bei (zweimal „Shield Titan 1"). Der Aufpreis kauft also reinen Komponentenschutz, keinen weiteren Spielinhalt.

Add-ons von Mirakulus

Wer mehr aus dem Hause Mirakulus mitnehmen möchte, kann per Add-on weitere eigenständige Titel dazulegen, darunter „Leylines: Auf mystischen Pfaden" (47 Euro), das „Helden müssen draußen bleiben: Moderner Dungeon"-Bundle (68 Euro) und „Quest GmbH und Co. KG" (35 Euro). Diese Add-ons sind separate Spiele und gehören nicht zum „Trinket Trove"-Paket selbst.

Für wen lohnt sich die deutsche Ausgabe?

„Trinket Trove" zielt klar auf die schnelle, familientaugliche Runde: leichte Regeln, kurze Spielzeit, gute Skalierung bis sechs Personen. Die BoardGameGeek-Community bewertet das Original mit einem soliden Schnitt von 7,5 und sieht es vor allem in größeren Besetzungen stark, weil dann mehr Karten zirkulieren und der Kampf um die begehrten Typen schärfer wird. Wer einen kompakten Absacker mit echtem Sammelreiz sucht und sich an niedlicher Optik nicht stört, sollte die deutsche Ausgabe im Auge behalten. Wenn Sie danach noch Lust auf mehr haben, lohnt ein Blick auf eine weitere aktuelle Spieleschmiede-Kampagne.

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Awaken Realms übernimmt ThunderGryph Games: Was die erste Übernahme für DACH bedeutet

Awaken Realms übernimmt ThunderGryph Games: Was die erste Übernahme für DACH bedeutet

Awaken Realms wächst zum ersten Mal per Übernahme: Der polnische Verlag hinter Nemesis und Tainted Grail hat ThunderGryph Games gekauft, den spanischen Verlag hinter Darwin's Journey. Es ist die erste Fusion in der Geschichte von Awaken Realms. Bekannt gegeben wurde sie am 24. Juni 2026.

Spannend ist der Deal, weil hier zwei Verlage zusammenkommen, die spielerisch kaum unterschiedlicher sein könnten. Und für euch im deutschsprachigen Raum bleibt eine zentrale Frage: Was wird aus den deutschen Ausgaben, die bisher über Skellig Games laufen?

Die Übernahme: Was ist passiert?

ThunderGryph bleibt als eigene Marke bestehen, gibt aber große Teile des Verlagsgeschäfts ab. Awaken Realms übernimmt Logistik, Produktion, Fulfillment und den weltweiten Vertrieb. ThunderGryph konzentriert sich künftig ausschließlich auf das, was den Verlag bekannt gemacht hat: Spieldesign und Spielentwicklung.

Gründer Gonzalo Aguirre Bisi wechselt als Game Director zu Awaken Realms und behält die kreative Leitung seiner Spiele. Er begründet den Schritt so:

„I wanted to return to the aspects of the job I enjoy most: creating games and helping bring them to life.“

Auf Deutsch: Bisi will sich wieder auf den Teil der Arbeit konzentrieren, der ihm am meisten Freude macht, nämlich Spiele zu entwickeln und auf den Tisch zu bringen, statt auf das Verlagsgeschäft drumherum.

Die Gespräche liefen lange: Sie begannen nach Angaben der Beteiligten mehr als ein Jahr vor der Ankündigung. Zu den finanziellen Konditionen ist nichts bekannt.

Awaken Realms und ThunderGryph: Wer steckt dahinter?

Awaken Realms steht für große, miniaturenlastige Erzähl- und Kampagnenspiele. Das ist die amerikanisch geprägte Schule, oft Ameritrash genannt: viel Material, viel Story, viel Drama am Tisch. Bekannte Titel sind Nemesis, die Tainted-Grail-Reihe und ISS Vanguard. Nach eigenen Angaben hat der Verlag weltweit über 700.000 Spiele ausgeliefert. Sein Zuhause ist das Crowdfunding auf Gamefound, das Awaken Realms selbst betreibt.

ThunderGryph zieht aus der anderen Ecke des Hobbys. Der Verlag macht eurolastige Spiele, bei denen das clevere Verzahnen von Aktionen mehr zählt als die große Erzählung. Aushängeschild ist Darwin's Journey, ein Worker-Placement-Eurogame (ihr setzt Arbeiter auf Aktionsfelder, um Züge auszulösen) von Simone Luciani und Nestore Mangone. Reizvoll ist es nicht nur wegen der Optik, sondern wegen eines eigenen Kniffs: Eure Arbeiter müssen erst Disziplinen erlernen, bevor sie bestimmte Aktionen ausführen dürfen. Auf BoardGameGeek steht der Titel mit einem Schnitt von 8,09 in den Top 100 der Gesamtwertung. Das Programm ist dabei breiter, als es ein einzelner Schwergewicht-Titel vermuten lässt: Das ruhigere Tang Garden liegt deutlich zugänglicher, dazu kommen Etherstone und Galileo's Truth, das am 7. Juli 2026 auf Gamefound startet.

Awaken Realms übernimmt ThunderGryph Games: Was die erste Übernahme für DACH bedeutet
Darwin's Journey auf einen Blick. Daten: BoardGameGeek, Stand Juni 2026. Grafik: Würfelreich.

Genau dieser Kontrast ist der Kern des Deals. Awaken-Realms-CEO Marcin Świerkot sagt:

„Because they are so different from what we usually do at AR … we believe it is a perfect fit to make our portfolio broader.“

Heißt übersetzt: Gerade weil ThunderGryph so anders arbeitet als Awaken Realms, passe der Verlag aus Świerkots Sicht ideal ins Haus, um das Portfolio breiter aufzustellen. Mit einem Schlag deckt Awaken Realms damit neben den schweren Ameritrash-Brocken auch das gehobene Euro-Segment ab.

Was bedeutet das für DACH-Spielerinnen und -Spieler?

Hier wird es für euch konkret. Die ThunderGryph-Titel erscheinen auf Deutsch über Skellig Games: Tang Garden kam zuerst, Darwin's Journey folgte als zweiter Titel im Handel. Wichtig ist dabei die Trennung zweier Dinge. Die bereits erschienenen deutschen Ausgaben bleiben im Handel verfügbar. Offen ist allein, ob auch kommende ThunderGryph-Titel weiter auf Deutsch über Skellig Games laufen. Bestätigt ist das bislang nicht. Wir fragen nach, sobald es eine offizielle Aussage gibt.

Ein Blick auf die jüngsten Schritte von Awaken Realms im deutschsprachigen Raum zeigt, dass der Verlag den DACH-Markt nicht über einen einzigen Partner bedient, sondern fallweise entscheidet. Die Koop-Neuauflage Labyrinth: Chronicles bringt Awaken Realms zusammen mit Ravensburger in den Handel, die Concordia Special Edition läuft über den PD-Verlag. Eine feste Hauslinie für deutsche Ausgaben gibt es also nicht. Für die ThunderGryph-Titel lässt sich daraus kein Automatismus ableiten, weder für noch gegen eine Fortsetzung der Skellig-Linie.

Einordnung

Für Awaken Realms ist die Übernahme ein strategischer Schritt weg vom Ein-Genre-Verlag. Wer bisher nur die großen Miniaturen-Kampagnen im Kopf hatte, bekommt mit ThunderGryph ein zweites Standbein im Euro-Segment, und zwar ein etabliertes. Dass Gründer Bisi an Bord bleibt und sich auf das Design konzentriert, spricht dafür, dass die spielerische Handschrift von ThunderGryph erhalten bleiben soll.

Für Vielspieler und Backer lohnt ein zweiter Blick. Awaken Realms ist zu Hause im Gamefound-Crowdfunding, mit dicken Boxen, Add-ons und Exklusivinhalten. ThunderGryph kommt bislang eher aus dem Handelsregal. Ob die Reihe nach der Übernahme stärker in diese Crowdfunding- und Deluxe-Logik rückt, ist offen, und genau das wäre die Frage, die den Kaufkontext spürbar verändern würde. Beobachten lohnt sich, behaupten lässt sich noch nichts.

Der unsichere Punkt bleibt damit die Lokalisierung. Solange Awaken Realms seine deutschen Ausgaben von Fall zu Fall mit wechselnden Partnern stemmt, ist für die ThunderGryph-Reihe nichts in Stein gemeißelt. Für euch heißt das vorerst: Die laufenden deutschen Ausgaben über Skellig Games sind erhältlich, die Zukunft der Linie ist offen. Wir bleiben dran.

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Warum „Schadenfreude" plötzlich die BGG-Hotness anführt

Warum „Schadenfreude" plötzlich die BGG-Hotness anführt

Wenn du dieser Tage auf die BGG-Hotness schaust, reibst du dir vielleicht die Augen: Ganz oben thront kein Tausend-Euro-Crowdfunding und keine glänzende Neuheit, sondern ein kleines Stichspiel von 2020 mit einem deutschen Wort auf der Schachtel. Schadenfreude führt die meistdiskutierte Liste des Hobbys an. Wir haben uns angesehen, warum ausgerechnet jetzt, und was dahintersteckt.

Ein Geheimtipp von 2020 auf Platz 1, wie geht das?

Vorweg die wichtigste Einordnung: Die Hotness ist keine Bestenliste. Sie misst, worüber gerade geredet wird, also frische Sammlungs-Eintragungen, Wunschlisten-Klicks und Seitenaufrufe. Genau hier liegt der Schlüssel. Im klassischen Board Game Rank steht Schadenfreude nämlich nur auf Platz 1824, bei gerade einmal rund 1.400 Bewertungen. Ein Dauerbrenner ist das Spiel also nicht. Was du auf Platz 1 siehst, ist ein plötzlicher Aktualitäts-Schub, kein über Jahre gewachsener Hype.

Der eigentliche Auslöser: Office Dog bringt den Kult-Hit in den Handel

Der Funke ist eine Ankündigung. Office Dog, das nordamerikanische Entwicklungsstudio von Asmodee, hat eine weltweite Handelsausgabe von Schadenfreude angekündigt. Erscheinen soll sie am 6. November 2026 zum Preis von 24,99 US-Dollar, mit überarbeiteter Grafik und neuer Illustration, aber ohne Regeländerungen. Vorgestellt wurde der Titel im Rahmen des Asmodee-Programms für 2026.

So eine Ankündigung mit festem Datum und Preis wirkt wie ein Startschuss: Alle, die das Spiel auf dem Schirm hatten, setzen es im selben Zeitfenster auf die Wunschliste. Dieser geballte Klick-Impuls ist exakt der Treibstoff, aus dem die Hotness gemacht ist. Dass rund um Schadenfreude fast nur 2026er- und 2027er-Neuheiten in der Liste stehen, macht es noch deutlicher: Hier wirkt ein Ankündigungs-Effekt.

Der Twist, über den alle reden

Eine Ankündigung allein zündet aber nur, wenn das Spiel etwas Erzählbares mitbringt. Und das tut Schadenfreude. Es ist ein Stichspiel, das die gewohnten Regeln auf den Kopf stellt:

  • Den Stich gewinnt nicht die höchste, sondern die zweithöchste Karte der angespielten Farbe.
  • Gewertet wird, wer am Ende möglichst nahe an 40 Punkten liegt, aber nicht darüber. Wer drüber rutscht, fällt heraus.
  • Es gibt Karten mit Minuswerten, keine Trümpfe, und Farbzwang.

Dieses „Sei bloß nicht zu gut"-Prinzip lässt sich in einem Satz erklären und sorgt für genau die Diskussionen und Aha-Momente, die ein Spiel in der Szene viral machen. Der solide Bewertungsschnitt von 7,63 zeigt, dass hinter dem Gag auch echtes Spielgefühl steckt.

Aufgestaute Nachfrage trifft auf einen kleinen Preis

Dazu kommt: Schadenfreude war jahrelang nur als teurer Japan-Import zu bekommen, ursprünglich vom Doujin-Verlag Studio Turbine. Es gab also eine bekannte, leicht frustrierte Nachfrage von Leuten, die das Spiel wollten, aber nur schwer drankamen. Die Aussicht auf eine breit verfügbare, günstige Ausgabe löst diesen Stau auf einen Schlag. Bei nur rund 1.900 Besitzern stehen über 1.270 Wunschlisten-Einträge, das ist eine auffällig hohe Begehrlichkeit.

Und das Format hilft: drei bis fünf Mitspielende, 15 bis 20 Minuten, niedriges Gewicht von 1,76 von 5 und ein kleiner Preis. Ein günstiger, schneller Absacker verbreitet sich über Wunschlisten nun einmal leichter als ein schweres Brett, weil die Kaufentscheidung dich nichts kostet.

Was das für dich im DACH-Raum bedeutet

Für deutschsprachige Spielerinnen und Spieler ist der Titel ohnehin ein Hingucker, immerhin steht ein deutsches Wort auf der Schachtel. Es existiert bereits eine deutschsprachig betitelte Erweiterung, das Add-on Ritterorden, was auf vorhandenes Interesse im Markt hindeutet. Da Office Dog zum Asmodee-Verbund gehört, liegt eine deutsche Handelsausgabe nahe. Bestätigt mit Datum und Preis für den deutschen Markt ist sie bislang aber nicht. Wir behalten das im Auge und melden uns, sobald es konkrete Infos zur deutschen Ausgabe gibt.

Fazit

Schadenfreude ist ein schönes Beispiel dafür, dass die BGG-Hotness mehr über das Gesprächsthema des Tages verrät als über die ewige Bestenliste. Der Peak ist ein Ankündigungs-Effekt: Ein kultiger Import wird endlich für alle verfügbar, der Mechanik-Gag liefert den Erzählstoff, und der kleine Preis senkt die Hürde. Wenn du Stichspiele magst und auf Regeln stehst, die das Gewohnte verdrehen, lohnt sich ein Platz auf deiner eigenen Wunschliste, spätestens zum Handelsstart im November.


Quellen: BoardGameGeek, Office Dog Games, ICv2.

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Prime Day 2026: Die besten Brettspiel-Angebote von Expertenspiel bis Kinderspiel

Prime Day 2026: Die besten Brettspiel-Angebote von Expertenspiel bis Kinderspiel

Der Amazon Prime Day 2026 läuft vom 23. bis 26. Juni, in diesem Jahr erstmals im Juni statt im Juli und über rund 96 Stunden. Wir haben die Brettspiel-Ecke durchforstet und 16 Angebote herausgesucht, die sich wirklich lohnen, sortiert nach Expertenspielen, Kennerspielen, Familienspielen, Partyspielen und Kinderspielen. So findest du schneller das Regal, das zu deinem Tisch passt.

Zwei Dinge vorab. Die Deal-Preise gelten nur für Prime-Mitglieder; wer kein Prime hat, kann den kostenlosen 30-Tage-Test nutzen. Und wir rechnen ehrlich: Als Vergleich nehmen wir nicht den oft aufgeblähten UVP, sondern den Preis, den das Spiel sonst tatsächlich im Handel kostet. Nur wenn der Prime-Preis klar darunter liegt, landet ein Spiel hier. Den einen oder anderen vermeintlichen Hit (etwa Arche Nova, das bei Amazon teurer war als im freien Handel) haben wir deshalb wieder aussortiert.

Alle Angaben sind eine Momentaufnahme: Auswahl der Redaktion, Stand 23.06.2026. Preise und Verfügbarkeit ändern sich während des Prime Day stündlich, ein Blick auf den aktuellen Preis auf der Produktseite lohnt sich also immer.

Expertenspiele

Die schweren Bretter zuerst: viel Regeltiefe, lange Partien und reichlich Wiederspielreiz. Beide laufen auch im Solo-Modus.

Spirit Island (Pegasus Spiele)

Ein kooperatives Schwergewicht: Ihr verkörpert die Geister einer Insel und wehrt gemeinsam Kolonisten ab, bevor sie das Land verseuchen. Jeder Geist von R. Eric Reuss spielt sich völlig anders, jede Runde wählt ihr eure Kraftkarten gleichzeitig und kombiniert sie zu mächtigen Effekten. Anspruchsvoll, hochgelobt und auch allein spielbar. Die Geisterinsel gibt es übrigens auch digital im Steam-Angebot.

Eckdaten: 1 bis 4 Spielende, ab 13 Jahren, 90 bis 120 Minuten.

Preis: Prime-Preis 51,41 € (Stand 23.06.2026). Das ist aktuell der günstigste Marktpreis überhaupt, sonst startet das Spiel bei rund 53 €. Zur Amazon-Produktseite

Dune: Imperium (Asmodee)

Paul Dennen verzahnt Worker Placement mit Deckbuilding: Deine Karten bestimmen, wohin du deine Agenten auf dem Plan schickst, und gleichzeitig baust du dein Deck Richtung Militär, Politik oder Wirtschaft aus. Verdeckte Entscheidungen und ein Konflikt pro Runde sorgen für Spannung. Eines der meistgespielten schwereren Strategiespiele der vergangenen Jahre, auch solo spielbar. Nachschub naht mit der kommenden Erweiterung Conspiracy.

Eckdaten: 1 bis 4 Spielende, ab 14 Jahren, 60 bis 120 Minuten.

Preis: Prime-Preis 30,71 € (Stand 23.06.2026), im Handel sonst ab rund 36 €. Zur Amazon-Produktseite

Kennerspiele

Anspruchsvolle Kost für geübte Runden, aber noch in einem Abend zu lernen.

7 Wonders (Repos Production)

Antoine Bauzas Drafting-Klassiker: Aus einer Kartenhand wählst du eine Karte, gibst den Rest an deine Nachbarschaft weiter und baust so über drei Zeitalter deine Zivilisation samt Weltwunder. Weil alle gleichzeitig auswählen, bleibt das Spiel selbst in großer Runde flott. Funktioniert von der Vollbesetzung bis zur offiziellen Zwei-Personen-Variante. Schneller und würfliger wird es mit dem Würfel-Ableger 7 Wonders Dice.

Eckdaten: 3 bis 7 Spielende, dazu eine Zwei-Personen-Variante, ab 10 Jahren, etwa 30 Minuten. Kennerspiel des Jahres 2011.

Preis: Prime-Preis 33,59 € (Stand 23.06.2026), im Handel sonst ab rund 40 €. Zur Amazon-Produktseite

Heat: Pedal to the Metal (Days of Wonder)

Ein Rennspiel, das ohne Würfelglück auskommt: Über Handkarten schaltest du Gänge hoch und runter, dosierst dein Tempo und riskierst in der Kurve eine Überhitzung. Wer zu forsch fährt, qualmt, wer zu zaghaft bleibt, verliert den Anschluss. Schnell erklärt, mit erstaunlich viel Renngefühl und einem Solo-Modus über die Legenden-Fahrer. Wer mehr Strecke will, greift später zu der Erweiterung Dunkle Tunnel.

Eckdaten: 1 bis 6 Spielende, ab 10 Jahren, 30 bis 60 Minuten.

Preis: Prime-Preis 38,69 € (Stand 23.06.2026). Hier sparst du real, denn im Handel ist Heat sonst selten unter 48 € zu finden. Zur Amazon-Produktseite

Flamecraft (Cardboard Alchemy)

In Manny Vegas gemütlichem Aufbauspiel schickst du Handwerksdrachen in die Läden einer Stadt, sammelst dort Waren und verzauberst die Geschäfte für Ansehen. Leichte Worker-Placement-Kost mit Sammel-Elementen und viel Charme auf den Karten, gut für Familien und Gelegenheitsrunden.

Eckdaten: 1 bis 5 Spielende, ab 10 Jahren, etwa 60 Minuten.

Preis: Prime-Preis 26,09 € (Stand 23.06.2026), bei den meisten Händlern kostet das Spiel sonst um die 33 €. Zur Amazon-Produktseite

Harry Potter: Kampf um Hogwarts (KOSMOS)

Ein kooperativer Deckbuilder im Potter-Universum: Ihr übernehmt Harry, Ron, Hermine und Neville, kauft mit Einfluss neue Zauber, Verbündete und Gegenstände in euer Deck und verteidigt gemeinsam Hogwarts gegen die Bösewichte. Über sieben aufeinander aufbauende Spiele wird die Sache nach und nach kniffliger, ein guter Einstieg ins kooperative Deckbuilding.

Eckdaten: 2 bis 4 Spielende, ab 11 Jahren, 30 bis 60 Minuten.

Preis: Prime-Preis 32,70 € (Stand 23.06.2026), im Handel sonst ab rund 40 €. Zur Amazon-Produktseite

Familienspiele

Klassiker und moderne Familienhits, die am Tisch jede Generation mitnehmen.

Catan (KOSMOS)

Der Klassiker, an dem fast jede Brettspielsammlung beginnt. Du baust Straßen, Siedlungen und Städte auf einer Insel, deren Rohstoffe per Würfelwurf fließen, und handelst mit den Mitspielenden um genau die Ziegel und das Getreide, die dir noch fehlen. Das Tauschen am Tisch macht bis heute den Reiz aus. Den Klassiker gibt es zum runden Geburtstag übrigens auch als runderneuerte Jubiläums-Edition.

Eckdaten: 3 bis 4 Spielende, ab 10 Jahren, 60 bis 90 Minuten. Spiel des Jahres 1995.

Preis: Prime-Preis 21,99 € (Stand 23.06.2026), im Handel sonst um die 25 €. Zur Amazon-Produktseite

Scotland Yard (Ravensburger)

Eine Person spielt den flüchtigen Mister X und zieht verdeckt durch London, alle anderen jagen ihn als Ermittler-Team. Nur ab und zu taucht Mister X kurz auf, den Rest der Zeit verrät er nur sein Verkehrsmittel. Ein Versteckspiel auf dem Stadtplan, das vom gemeinsamen Kombinieren lebt.

Eckdaten: 2 bis 6 Spielende, ab 10 Jahren, etwa 45 Minuten. Spiel des Jahres 1983.

Preis: Prime-Preis 22,39 € (Stand 23.06.2026). Der günstigste Marktpreis liegt sonst bei rund 22 €, viele Händler verlangen aber 28 bis 37 €. Zur Amazon-Produktseite

My City (KOSMOS)

Reiner Knizias Legacy-Legespiel: Über 24 aufeinander aufbauende Partien entwickelst du deine eigene Stadt, legst Polyomino-Teile auf deinen Plan und schaltest nach und nach neue Regeln und Bauelemente frei. Was du in einer Partie entscheidest, wirkt in die nächste hinein. Wer keine Kampagne mag, spielt die wiederspielbare Rückseite.

Eckdaten: 2 bis 4 Spielende, ab 10 Jahren, etwa 30 Minuten.

Preis: Prime-Preis 19,41 € (Stand 23.06.2026), im Handel sonst um die 24 bis 25 €. Zur Amazon-Produktseite

Drachenhüter (KOSMOS)

Michael Menzel, bekannt von Die Legenden von Andor, hat hier ein kompaktes Karten-Sammelspiel gebaut: Zwei Stapel bilden das Zauberbuch und geben vor, welche und wie viele Drachen du gerade einfangen darfst. Mit jeder genommenen Karte verschiebt sich diese Vorgabe, und mit Zaubersprüchen legst du Karten zurück, um sie zu deinen Gunsten zu drehen. Schnell erklärt, hübsch illustriert, mit überraschend viel Timing.

Eckdaten: 2 bis 4 Spielende, ab 8 Jahren, etwa 20 Minuten.

Preis: Prime-Preis 13,65 € (Stand 23.06.2026), im Handel sonst meist um die 18 €. Zur Amazon-Produktseite

Partyspiele

Schnell erklärt, für große Runden, mehr Lachen als Grübeln.

Skull King (Ravensburger)

Ein Stichkartenspiel mit Ansage: Vor jeder Runde sagst du voraus, wie viele Stiche du holst, und triffst du daneben, gibt es Minuspunkte. Piraten, Meerjungfrauen und der Skull King selbst stechen die Zahlenkarten und sorgen für fiese Wendungen. Schnell erklärt, ideal für größere Runden.

Eckdaten: 2 bis 8 Spielende, ab 8 Jahren, etwa 30 Minuten.

Preis: Prime-Preis 8,99 € (Stand 23.06.2026), im Handel sonst meist um die 12 €. Zur Amazon-Produktseite

Top Ten (Asmodee)

Ein kooperatives Partyspiel: Jede und jeder zieht heimlich eine Zahl von 1 bis 10, dann gibt eine Vorgabe das Thema vor, etwa von der schlechtesten bis zur besten Ausrede. Reihum gebt ihr eine Antwort, die zu eurer Zahl passt, und die Spielleitung muss anschließend die Antworten in die richtige Reihenfolge bringen. Trefft ihr daneben, schwindet euer Vorrat. Viel Raterei, viel Gelächter.

Eckdaten: 4 bis 9 Spielende, ab 12 Jahren, etwa 30 Minuten. Nominiert zum Spiel des Jahres 2022.

Preis: Prime-Preis 12,99 € (Stand 23.06.2026). Das ist zugleich der aktuelle Bestpreis, sonst zahlst du eher 15 bis 18 €. Zur Amazon-Produktseite

Hitster (Jumbo)

Ein Musik-Quiz für den Spieleabend: Per kostenloser App scannst du den QR-Code einer Karte, der Song startet in Spotify, und du musst ihn nur am richtigen Platz in deiner Zeitleiste einsortieren, also älter oder jünger als die Songs, die schon liegen. Wer zuerst zehn Treffer sammelt, gewinnt. Du musst kein Musikexperte sein, raten und mitsingen reicht.

Eckdaten: 2 bis 10 Spielende, ab 16 Jahren, etwa 30 Minuten. Eine kostenlose App und ein Spotify-Zugang werden benötigt.

Preis: Prime-Preis 15,89 € (Stand 23.06.2026), aktuell der günstigste Marktpreis. Zur Amazon-Produktseite

Kinderspiele

Vom Geschicklichkeitsspiel für die Kleinsten bis zum schnellen Kartenspiel für den Einstieg.

Kristallica (Hasbro)

Ein Geschicklichkeitsspiel rund um Eis und einen Pinguin: Reihum klopft ihr mit kleinen Hämmern Eiswürfel aus der Plattform und passt auf, dass der Pinguin Phil in der Mitte nicht abstürzt. Mit jedem Würfel wird die Fläche wackliger. Fördert Feinmotorik und Konzentration, leicht verständlich schon für die Kleinsten.

Eckdaten: 2 bis 4 Spielende, ab 4 Jahren, etwa 15 Minuten.

Preis: Prime-Preis 16,49 € (Stand 23.06.2026), im Handel sonst ab knapp 20 €. Zur Amazon-Produktseite

Sweet Takes (Hasbro)

Ein einfaches Stichkartenspiel für den Familientisch: Durch geschicktes Ausspielen deiner Karten versuchst du, am Ende die meisten Süßigkeiten einzusammeln. Klare Regeln, schnell erklärt, ein guter Einstieg ins Stechen für jüngere Kartenspiel-Fans.

Eckdaten: 2 bis 5 Spielende, ab 8 Jahren, etwa 30 Minuten.

Preis: Prime-Preis 5,00 € (Stand 23.06.2026), regulär rund 10 €. Zur Amazon-Produktseite

Schräge Vögel (Game Factory)

Ein kleines Sammel-Kartenspiel in der handlichen Metalldose: Ihr versucht, die wertvollsten Vögel einzusammeln und dabei möglichst wenige Minuspunkte zu kassieren. Schnell gespielt, gut als Reise- oder Absacker-Spiel, und mit knapp vier Euro ein Mitnahme-Preis.

Eckdaten: 2 bis 5 Spielende, ab 8 Jahren, etwa 15 Minuten.

Preis: Prime-Preis 3,99 € (Stand 23.06.2026), im Handel sonst ab rund 5 €. Zur Amazon-Produktseite

Das war unsere Auswahl zum Prime Day 2026. Schau vor dem Kauf trotzdem kurz auf den aktuellen Preis, denn an vier Aktionstagen bewegt sich erfahrungsgemäß einiges. Viel Spaß beim Stöbern und beim Spielen.

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Game Factory auf der Berlin Brettspiel Con 2026: QORK, CHECK! und Metro Bingo im Gepäck

Game Factory auf der Berlin Brettspiel Con 2026: QORK, CHECK! und Metro Bingo im Gepäck

Die Berlin Brettspiel Con feiert 2026 ihr zehnjähriges Bestehen, und Game Factory bringt drei sommerliche Neuheiten mit. Vom 10. bis 12. Juli triffst du den Schweizer Verlag im Estrel Convention Center an, am Stand 3-01 in Halle 2. Die öffentlichen Messetage sind Samstag, der 11. Juli, und Sonntag, der 12. Juli.

Im Mittelpunkt am Stand stehen drei Titel: das Reaktionsspiel QORK, das Kartenspiel CHECK! und das Bingo-Spiel Metro Bingo. Dazu kommt ein fester Programmpunkt für die Geschicklichkeitsfraktion: die deutsche KLASK-Meisterschaft.

QORK: schnell ziehen, bevor der Becher zuschnappt

QORK ist ein Party- und Reaktionsspiel von Birger Norup für 3 bis 8 Personen ab 8 Jahren, eine Partie dauert rund 15 Minuten. Jede und jeder hält eine Schnur mit einem Korken, der unter einem Becher liegt. Gewürfelt wird mit zwei Würfeln. Zeigt der Wurf einen Pasch oder die Summe 7, musst du deinen Korken blitzschnell herausziehen, bevor der Becher zuschnappt. Es geht also um Timing und Reaktion, nicht um lange Grübelzüge. Die Wurzeln des Spiels liegen in Skandinavien: Game Factory führt sie auf eine dänische Erfindung von 2016 zurück. Eine Sache zum Einordnen: QORK ist ab 8 Jahren freigegeben, ein Spiel für die ganz Kleinen ist es also nicht.

Game Factory auf der Berlin Brettspiel Con 2026: QORK, CHECK! und Metro Bingo im Gepäck
QORK, der Party-Knaller von Birger Norup. (Bild: BoardGameGeek)

CHECK!: Rommé mit Zusatzaufgaben

CHECK! gibt dem klassischen Rommé-Prinzip einen Dreh. Du sammelst Karten und legst sie ab, erfüllst dabei Zusatzaufgaben und kassierst am Ende Bonuspunkte für Mehrheiten bei bestimmten Karten. In Frankreich ist der Titel zuvor als „Romi Rami“ erschienen. Vertraute Rommé-Mechanik trifft hier also auf eine zusätzliche Wertungsebene.

Game Factory auf der Berlin Brettspiel Con 2026: QORK, CHECK! und Metro Bingo im Gepäck
CHECK! erschien in Frankreich zuvor als „Romi Rami“ (im Bild). (Bild: BoardGameGeek)

Metro Bingo: bis zu 50 Mitspielende gleichzeitig

Metro Bingo ist ein Bingo-Spiel im Flip-and-Write-Stil, das laut Game Factory bis zu 50 Personen gleichzeitig an einen Tisch (oder eher: an viele Tische) bringt. Tickets mit Zahlen werden gezogen, alle tragen sie auf ihren Wertungsblöcken ein. Ziel ist es, möglichst lange Reihen aus nicht fallenden Zahlen zu bilden: je länger die Reihe, desto mehr Punkte. Verschiedene Metro-Netze sorgen für jeweils eigene Bedingungen auf den Wertungsblöcken. Entworfen hat das Spiel Yoshihisa Itsubaki, eine Partie dauert rund zehn Minuten, gespielt wird ab 7 Jahren.

Game Factory auf der Berlin Brettspiel Con 2026: QORK, CHECK! und Metro Bingo im Gepäck
Metro Bingo bringt bis zu 50 Personen gleichzeitig an die Wertungsblöcke. (Bild: BoardGameGeek)

KLASK: deutsche Meisterschaft am Sonntag

Für Fans des Magnet-Geschicklichkeitsspiels KLASK gibt es einen Pflichttermin. Am Sonntag, dem 12. Juli, startet ab 12:00 Uhr in Halle 1 die deutsche KLASK-Meisterschaft. Wer noch einen Startplatz ergattern will, hat am Samstag, dem 11. Juli, ab 12:00 Uhr beim letzten Qualifikationsturnier die Chance dazu.

Game Factory auf der Berlin Brettspiel Con 2026: QORK, CHECK! und Metro Bingo im Gepäck
KLASK, das Magnet-Geschicklichkeitsspiel mit eigener deutscher Meisterschaft. (Bild: BoardGameGeek)

Autor am Stand

Wenn du QORK direkt ausprobieren willst, hast du Glück: Autor Birger Norup ist an beiden Messetagen am Game-Factory-Stand und tritt zu Partien an. Forderst du ihn heraus, weißt du danach aus erster Hand, wie schnell deine Reaktion wirklich ist.

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Crowdfunding-Wochenschau KW 26/2026: Concordia, A Life und drei weitere Kampagnen

Crowdfunding-Wochenschau KW 26/2026: Concordia, A Life und drei weitere Kampagnen

In der Kalenderwoche 26 vom 22. bis 28. Juni 2026 stehen gleich mehrere große Brettspiel-Kampagnen kurz vor dem Ziel oder haben Rekordsummen gesammelt. Wir haben fünf Projekte auf Gamefound, Kickstarter und der Spieleschmiede herausgesucht, die für Sie im deutschsprachigen Raum besonders interessant sind. Drei davon enden noch in dieser Woche, also bleibt nur wenig Zeit. Alle Zahlen geben den Stand vom 22. Juni 2026 wieder.

Gamefound

Concordia Special Edition

Der Euro-Klassiker Concordia Special Edition von Designer Mac Gerdts ist auf Gamefound zurück und hat bis zum Abschluss am 30. Juni bereits über 3,5 Millionen Euro von mehr als 14.000 Unterstützenden eingesammelt, gut 7.000 Prozent des Ziels. Concordia erschien ursprünglich 2013 beim deutschen PD-Verlag und steht mit Platz 29 der BoardGameGeek-Rangliste seit Jahren weit oben unter den Aufbau-Strategiespielen.

Im Kern ist Concordia ein kartengesteuertes Wirtschaftsspiel im Römischen Reich für 1 bis 6 Personen. Jede Person startet mit demselben kleinen Kartensatz, kauft im Spielverlauf weitere Karten und nutzt sie sowohl für Aktionen als auch als Siegpunkte am Spielende. Würfel oder Zufallseffekte gibt es nicht, gewonnen wird über vorausschauende Planung. Die Special Edition bündelt das Grundspiel mit überarbeiteter Gestaltung, einer Holzausstattung und der neuen Erweiterung Barbarica.

A Life

A Life vom hessischen Verlag Skellig Games läuft noch bis zum 25. Juni, also rund drei Tage, und hat mit etwa 46.300 Euro schon 462 Prozent des Ziels erreicht. In dem Spiel für 1 bis 4 Personen ab 8 Jahren durchlaufen Sie ein ganzes Leben, von der Geburt bis ins Alter, und sammeln dabei Ressourcen wie Wissen, Erfahrung, Träume und Geld.

Welche Erfahrungen Sie wählen, prägt die inneren Werte Ihrer Figur, und genau diese Werte entscheiden am Ende, wofür Sie Punkte bekommen. Nicht die reichste oder erfolgreichste Person gewinnt, sondern wer am stimmigsten nach den eigenen Werten gelebt hat. Eine Partie dauert etwa 60 Minuten. A Life erscheint auf Deutsch.

Altera

Altera von IV Studio, den Machern von Tend und Moonrakers, läuft noch bis zum 29. Juni und steht aktuell bei rund 631.000 US-Dollar, mehr als dem Zwölffachen des Ziels. Es ist ein kompetitives Euro-Spiel für 1 bis 6 Personen mit einer Spielzeit von etwa 90 Minuten ab 14 Jahren.

Altera kombiniert klassisches Worker Placement mit einem Beutelbau-Mechanismus für Würfel: Statt nur Arbeiter einzusetzen, ziehen Sie Würfel aus einem Beutel, den Sie über die Partie hinweg verändern. Wechselnde Sonderfähigkeiten sorgen laut Verlag dafür, dass sich der Aufbau von Partie zu Partie unterscheidet. Die Kampagne läuft auf Englisch.

Kickstarter

War of the Dragon: The Wheel of Time

Mit War of the Dragon: The Wheel of Time bringt Dire Wolf, bekannt für Dune: Imperium und Clank!, das erste Brettspiel zu Robert Jordans Fantasy-Reihe Das Rad der Zeit auf den Tisch. Die Kickstarter-Kampagne endet bereits am 23. Juni und hat über 1 Million US-Dollar von mehr als 5.200 Unterstützenden gesammelt, rund das Zwanzigfache des Ziels.

Mechanisch verbindet das Spiel Tableaubau, Set Collection und Gebietskontrolle. Sie spielen Karten aus, um Rohstoffe zu erzeugen, Verbündete zu rekrutieren und Truppen über die Karte zu bewegen, während ein Rad den Fortschritt Ihrer Figur anzeigt. Es gibt zwei Modi: einen Helden-Modus für 2 bis 4 Personen und einen Epos-Modus für genau 2 Personen.

Spieleschmiede

A Place for All My Books

Gemütlich wird es bei A Place for All My Books von Smirk & Dagger, das in Deutschland über den Kobold Spieleverlag läuft. Die Spieleschmiede-Kampagne endet in zwei Tagen und steht bei rund 18.250 Euro, gut 300 Prozent des Ziels. In dem Sammel- und Sortierspiel für 1 bis 4 Personen ab 10 Jahren räumen Sie Bücherstapel in die Zimmer Ihrer Wohnung ein.

Über mehrere Runden legen Sie Bücher nach Mustern und Themen ab und erfüllen persönliche Projekte, die Punkte bringen. Die Spielzeit liegt bei etwa 15 bis 20 Minuten pro Person. Für Solospielende ist eine eigene Variante mit der Figur Penelope Eveready enthalten.

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Board Game Arena: Neue Spiele in KW 25 (15. bis 21. Juni 2026)

Board Game Arena: Neue Spiele in KW 25 (15. bis 21. Juni 2026)

Auf Board Game Arena sind in den vergangenen sieben Tagen zwei neue Titel erschienen. Beide lassen sich ausschließlich zu zweit spielen: ein Ableger des bekannten Hasenspiels von Richard Garfield und ein asymmetrisches Verfolgungsduell zwischen einer Fälscherin und dem FBI.

Bunny Kingdom Town: Stadtausbau zu zweit

Mit Bunny Kingdom Town kommt ein reiner Zwei-Personen-Ableger von Bunny Kingdom auf die Plattform. Für diesen Titel wird ein Premium-Abo benötigt. Das Design stammt von Richard Garfield, herausgegeben wird das Spiel von IELLO, die Illustrationen kommen von Jiahui Eva Gao.

Über vier Runden kaufst du Gebäude und setzt sie auf ein Raster, um deine Stadtviertel auszubauen und goldene Karotten zu sammeln. Mechanisch greifen Gebietsmehrheiten, Plättchenlegen und offenes Drafting ineinander. Laut Spielbeschreibung kannst du auch gezielt die Felder besetzen, die dein Gegenüber für sich eingeplant hatte.

Eckdaten: 2 Personen, ab 10 Jahren, laut BoardGameGeek rund 30 Minuten, Komplexität 2 von 5 (Einstufung von Board Game Arena). Auf BoardGameGeek steht die Bewertung aktuell bei 6,97 aus 174 Stimmen.

Red Notice: Fälscherin gegen FBI

Der zweite Neuzugang ist Red Notice. Das Spiel lässt sich ohne Abo spielen. Es stammt von Gautier de Cottreau und Baptiste Laurent, erscheint bei Catch Up Games und wird von Amélie Guinet illustriert. Auf BoardGameGeek ist der Titel auch unter dem deutschen Namen „Red Notice: Eine Million oder hinter Gittern“ geführt.

Die beiden Seiten spielen asymmetrisch: Als Angela Farbank schleust du gefälschte Schecks über eine Million Dollar durch die Welt, als FBI-Agentin Jessah Hope willst du sie vorher stellen. Jede Runde geben vier zufällig gezogene Aktionskarten vor, welche Züge beiden offenstehen. Du legst deine Marker verdeckt, planst Reisen, Scheckeinlösungen oder das Setzen von Radar und Straßensperren und löst die Aktionen anschließend nach ihrem Wert auf.

Mechanisch verbindet Red Notice verdeckte Rollen, Deduktion und eine Aktions-Warteschlange. Eckdaten: 2 Personen, ab 10 Jahren, 20 bis 40 Minuten, Komplexität 3 von 5 (Einstufung von Board Game Arena). Auf BoardGameGeek liegt die Bewertung bei 7,47 aus 148 Stimmen.

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Roll & Dine Essen: Crowdfunding fürs Brettspielbistro

Roll & Dine Essen: Crowdfunding fürs Brettspielbistro

In Essen, der Stadt der weltgrößten Brettspielmesse, sammelt ein kleines Brettspielbistro Geld, um seine Zukunft zu sichern. Auf der Plattform Startnext wirbt das Roll & Dine (in der Kampagne auch „Roll'n Dine“ geschrieben) seit Mitte Mai um Startkapital, damit Köchin Gosia den Laden allein weiterführen kann. Wir haben uns die Kampagne angesehen: worum es geht, wie weit sie ist und was du als Unterstützer bekommst.

Was das Roll & Dine ist

Das Roll & Dine an der Kämpenstraße 17 in Essen-Holsterhausen ist kein normales Restaurant, sondern ein Bistro, das wir zur Eröffnung schon einmal vorgestellt haben, in dem Essen und Brettspiele zusammengehören. Eröffnet wurde es Ende April 2024, gerade hat es seinen zweiten Geburtstag gefeiert. Die Idee ist einfach: Du zahlst einen kleinen Betrag pro Person und spielst, so lange du willst, aus einer Sammlung von rund 1.000 Brettspielen, die nach Spieleranzahl sortiert im Regal stehen. Laut Betreiberangaben kostet das fünf Euro pro Person, für Kinder unter 14 Jahren vier Euro. Dazu wird frisch gekocht, wöchentlich wechselnd und immer mit vegetarischer wie veganer Variante.

Familien sind dabei ausdrücklich mitgedacht: Neben dem ermäßigten Eintritt für Kinder unter 14 Jahren soll die Kinderecke laut Betreiberangaben weiter ausgebaut werden. Rund um die Spiele gibt es ein festes Eventprogramm: Brettwoch und Sunday Swingers als offene Spielrunden, Blood on the Clocktower mit Anfänger- und Fortgeschrittenenrunden, Pen-&-Paper-Abende, Krimidinner, Challenges und freitags die Runde „Mädels unter sich“. Regelmäßig kommen laut Kampagne namhafte Spieleautoren zum Prototypentest vorbei. Für die Essener Brettspielszene ist der Ort damit eine Art ganzjähriges Wohnzimmer.

Warum jetzt das Crowdfunding

Das Bistro gibt es seit zwei Jahren, die Kampagne ist neu. Der Grund: Das Roll & Dine steht an einem Wendepunkt. „Gosia übernimmt das Bistro nun selbst“, schreibt Initiatorin Claudia Kukuk auf der Kampagnenseite. Sie hat das Crowdfunding nicht für sich, sondern für Gosia gestartet, die das Roll & Dine von Anfang an als Köchin und als Organisatorin vieler Events geprägt hat. Für die Übernahme braucht Gosia Startkapital.

Konkret soll das Geld laut Kampagne in die laufenden Betriebskosten fließen, also Miete, Lebensmittel und Getränke, dazu in die Löhne des Teams, in einen Puffer für unerwartete Reparaturen (genannt werden Kaffee- und Spülmaschine) und in neue Brettspiele. Den Ton der Kampagne sollte man dabei ernst nehmen: „Ohne deine Unterstützung droht dieser Ort zu verschwinden“, heißt es dort. Es geht also nicht um eine Erweiterung, sondern darum, das Bistro über den Eigentümerwechsel hinaus abzusichern.

Zahlen, Stand und Finanzierungsmodell

Stand 21.06.2026 hat die Kampagne 2.990 Euro von 23 Unterstützerinnen und Unterstützern eingesammelt, sieben davon anonym. Als Fundingschwelle nennt Startnext 10.000 Euro; mit dieser Summe seien „Miete und Nebenkosten der nächsten Monate gesichert“. Die Fundingphase läuft noch bis zum 19. Juli 2026.

Anders als beim klassischen Alles-oder-Nichts-Prinzip fließt das Geld flexibel: Das gesammelte Funding geht laut Kampagne „nach Abzug der Startnext-Gebühren zu 100 % an Gosia“, auch wenn die 10.000-Euro-Marke bis zum Ende nicht erreicht wird. Darüber hinaus hat das Projekt vier Etappenziele gesetzt. Bei 10.000 Euro sind Miete und Nebenkosten gedeckt. Bei 15.000 Euro kann eine zusätzliche Servicekraft eingestellt werden, um die Öffnungszeiten zu halten. 20.000 Euro sollen zusätzlich Lieferantenrechnungen und neue Spiele finanzieren. Und ab 25.000 Euro bliebe Geld für Renovierungen und Reparaturen.

Die Dankeschöns

Die Gegenleistungen bleiben bewusst nah am Bistro: Laut Kampagne reichen die Dankeschöns vom Freigetränk bis zum Spieleabend zu zweit und werden alle direkt vor Ort bei Gosia eingelöst. Die Einstiegsstufe ist schon mit einem Freigetränk erreicht, sodass auch ein kleiner Beitrag eine passende Gegenleistung hat; die genaue Staffel mit den einzelnen Beträgen führt die Kampagnenseite auf. Wer unterstützt, bekommt seine Gegenleistung also an genau dem Ort zurück, den das Geld sichern soll, statt als anonymes Add-on per Post.

Was bleibt

Für Brettspielfans im Ruhrgebiet ist die Sache überschaubar: Wer schon einmal einen Abend im Roll & Dine verbracht hat, kann mit ein paar Euro dazu beitragen, dass es das Bistro auch nach dem Eigentümerwechsel noch gibt. Und für alle anderen ist es eine gute Erinnerung daran, dass Essen nicht nur einmal im Jahr zur Brettspielhauptstadt wird, wenn die SPIEL ihre Tore öffnet, sondern das ganze Jahr über kleine Orte hat, an denen gewürfelt, gegessen und gewonnen wird.

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Boss Fighters QR: Elite-Boss-Modus freigeschaltet

Boss Fighters QR: Elite-Boss-Modus freigeschaltet

Für das kooperative App-Spiel Boss Fighters QR hat Pegasus Spiele den Elite-Boss-Modus freigeschaltet, spielbar mit dem neuesten Update der Begleit-App. Der Modus fordert Gruppen, die ihre Kampagne abgeschlossen haben, zu härteren Rückkämpfen gegen die ersten fünf Bosse auf.

Was Boss Fighters QR ausmacht

Boss Fighters QR (2025) stammt von den Autoren Michael Palm und Lukas Zach und wird von Pegasus Spiele verlegt. Zwei bis vier Spielende treten kooperativ gegen zehn Bossmonster an, wobei eine Begleit-App die Gegnerseite übernimmt. Über die Scan&Play-Mechanik liest die App die QR-Codes auf den ausgespielten Karten und reagiert in Echtzeit auf die Züge der Gruppe. Jeder Boss verfolgt eigene Taktiken, Stärken und Schwächen, die das Heldenteam erst durchschauen muss, bevor es ihn gezielt bezwingen kann. Laut BoardGameGeek lässt sich jeder Kampf auf einer von vier Schwierigkeitsstufen angehen. Wie der Titel grundsätzlich funktioniert, haben wir in unserer Vorstellung von Boss Fighters QR beschrieben.

Zu Beginn der Kampagne wählt jede Person ein Heldendeck (Jungle Troll, Hill Halfling, Copper Dwarf oder Wood Elf) und kombiniert es mit einer von vier Klassen: Krieger, Magier, Schurke oder Druide. Wer einen Boss besiegt, erhält Loot-Karten, mit denen sich das eigene Deck über die Kampagne hinweg verstärken und um neue Fähigkeiten erweitern lässt. Boss Fighters QR ist auf zwei bis vier Spielende ausgelegt; einen Solo-Modus sieht das Spiel nicht vor.

Eckdaten zu Boss Fighters QR

  • Spielerzahl: 2 bis 4
  • Spieldauer: 40 bis 60 Minuten
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Modus: kooperativ, app-gestützt
  • Komplexität: leicht bis mittel (BGG-Gewicht rund 2,1)

Der Elite-Boss-Modus im Detail

Der neue Elite-Boss-Modus setzt nach dem Ende der Kampagne an. Laut Pegasus Spiele können Gruppen, die durchgespielt haben, den ersten fünf Bossen erneut gegenübertreten, diesmal in einer deutlich stärkeren Elite-Variante. Um diese Gegner zu schlagen, brauchen die Helden die im Kampagnenverlauf freigespielten Verbesserungen und Gegenstände. Dazu kommen teils kleine neue Herausforderungen. Neuen Kampagnen-Inhalt gibt es damit nicht, wohl aber zusätzlichen Wiederspielwert für Gruppen, die bereits durch sind. Freigeschaltet wird der Modus über das neueste App-Update.

Sticker und Spielmatten als Begleitmaterial

Rund um das Spiel gibt es zwei weitere Neuigkeiten. Im teilnehmenden Fachhandel liegen Boss-Sticker bereit, solange der Vorrat reicht. Außerdem sind neue Spielmatten erhältlich, laut Pegasus Spiele im Viererpack mit allen vier Charakteren. Beides ist Zubehör und greift nicht in den Spielablauf ein.

Einordnung: nominiert, nicht ausgezeichnet

Boss Fighters QR steht 2026 auf der Nominierungsliste zum Kennerspiel des Jahres, gemeinsam mit Moon Colony Bloodbath und Rebirth. Eine Nominierung ist dabei noch keine Auszeichnung: Welcher der drei Titel den Preis erhält, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht entschieden. Einen Überblick über das Feld bietet unsere Übersicht zu den Nominierungen 2026.

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Dune: Imperium - Conspiracy angekündigt für Herbst 2026

Dune: Imperium - Conspiracy angekündigt für Herbst 2026

Dire Wolf Digital hat mit Dune: Imperium - Conspiracy eine neue Erweiterung für seine Dune-Reihe angekündigt. Sie soll im Herbst 2026 zunächst auf Englisch erscheinen und lässt sich sowohl mit dem Grundspiel Dune: Imperium (2020) als auch mit dem eigenständigen Dune: Imperium - Uprising (2023) verbinden.

Entwickelt hat die Erweiterung Paul Dennen, der bereits das Grundspiel und Uprising gestaltet hat. Conspiracy bringt laut Dire Wolf neue Karten, neue Anführer, neue Mechaniken und einen neuen Spielmodus mit. Thematisch rückt die Erweiterung die Schattenseiten des Landsraad in den Vordergrund: Intrigen, geheime Allianzen und politische Manipulation.

Worum es im Spiel geht

Dune: Imperium verbindet zwei Mechaniken, die sonst selten zusammen auftauchen: Deck-Building und Worker Placement. Jede Runde ziehen Sie eine Hand Karten und spielen abwechselnd jeweils eine Karte aus, um einen Ihrer Agenten auf ein Feld des Spielplans zu schicken. Haben Sie keine Agenten mehr, decken Sie den Rest Ihrer Hand auf. Daraus ergeben sich Überzeugung, mit der Sie neue Karten kaufen, und Schwerter, mit denen Ihre Truppen um die Belohnung der aktuellen Konfliktkarte kämpfen.

Über dem Brett stehen vier politische Fraktionen: der Imperator, die Raumgilde, die Bene Gesserit und die Fremen. Wie Sie Ihr Deck aufbauen, entscheidet, ob Sie militärisch dominieren oder über die Fraktionen punkten. Genau in dieses Geflecht aus Karten, Agenten und Politik greift Conspiracy ein.

Wie Conspiracy in die Reihe passt

Die Dune-Imperium-Reihe ist seit 2020 stetig gewachsen. Auf das Grundspiel folgten die drei größeren Erweiterungen Rise of Ix, Immortality und Bloodlines sowie 2023 das eigenständige Dune: Imperium - Uprising, das einen Sechs-Spieler-Modus mit zwei Teams einführte. Conspiracy ist die nächste große Erweiterung. Dass sie an beide Grundspiele andockt, ist für Besitzerinnen und Besitzer der Reihe die zentrale Information: Sie brauchen Conspiracy nicht doppelt, egal ob bei Ihnen Dune: Imperium oder Uprising auf dem Tisch steht.

Bestätigt ist bisher vor allem der Rahmen: neue Karten, neue Anführer, neue Mechaniken, ein neuer Modus und die Kompatibilität mit beiden Grundspielen. Wie die Mechaniken im Detail funktionieren, was den neuen Modus auszeichnet, ob er den Automa-Solo-Modus der Grundspiele mitnimmt und ob sich Conspiracy auch mit den älteren Erweiterungen Rise of Ix, Immortality und Bloodlines kombinieren lässt, hat Dire Wolf noch nicht ausgeführt. Nach dem angekündigten Umfang ist Conspiracy als vollwertige Erweiterung angelegt, nicht als kleines Promo-Set; wie tief sie ins System greift, zeigt sich mit diesen Details.

Deutsche Ausgabe: bisher nicht angekündigt

Für den DACH-Raum ist die wichtigste Einordnung: Eine deutsche Ausgabe von Conspiracy ist bislang nicht angekündigt. Dire Wolf hat zunächst nur die englische Fassung bestätigt. Die übrige Reihe erscheint auf Deutsch bei Asmodee Deutschland, das Grundspiel, Uprising und Bloodlines im Programm führt. Ob und wann Asmodee Deutschland auch Conspiracy lokalisiert, ist offen. Wer auf eine deutsche Ausgabe wartet, plant also vorerst ohne festes Datum.

Eckdaten

Die Erweiterung selbst nennt keine eigenen Eckdaten; sie übernimmt den Rahmen des jeweiligen Grundspiels. Zur Orientierung die Werte der beiden kompatiblen Basisspiele:

mit Dune: Imperium (2020)mit Dune: Imperium - Uprising (2023)
Spielerzahl1 bis 41 bis 6 (Sechs-Spieler-Team-Modus)
Spielzeit60 bis 120 Minuten60 bis 120 Minuten
Alterab 14 Jahrenab 13 Jahren
Solo-Modusja (Automa)ja (Automa)

Beide Grundspiele lassen sich solo gegen einen Automa spielen.

Einordnung

Dune: Imperium gehört zu den meistgespielten Strategiespielen überhaupt; Grundspiel und Uprising stehen bei BoardGameGeek beide in den Top 10. Eine weitere Erweiterung von Paul Dennen ist damit ein verlässlicher Termin im Brettspieljahr. Für den DACH-Raum bleibt die deutsche Fassung der entscheidende Punkt. Sobald Dire Wolf und Asmodee Deutschland konkrete Angaben machen, liefern wir sie nach.

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SPIEL DOCH! Dortmund 2027 bekommt eine zweite Halle

SPIEL DOCH! Dortmund 2027 bekommt eine zweite Halle

Die Brettspielmesse SPIEL DOCH! in Dortmund stößt an ihre Grenzen, und der Nostheide-Verlag reagiert: Für die 8. Ausgabe 2027 kommt mit Halle 7 eine zweite Messehalle dazu. Vom 9. bis 11. April 2027 verteilt sich die Frühjahrsmesse damit erstmals auf die Hallen 4 und 7 des Dortmunder Messegeländes. Auslöser sind eine ausverkaufte Ausstellungsfläche und eine Warteliste, die der Veranstalter mit dem zusätzlichen Platz auflösen will.

SPIEL DOCH! Dortmund 2027 auf einen Blick

  • Datum: 9. bis 11. April 2027 (8. Ausgabe)
  • Ort: Messe Dortmund, Hallen 4 und 7
  • Fläche: rund 8.300 m² (Halle 4) plus zunächst rund 3.000 m² (Halle 7), insgesamt rund 11.300 m²
  • Ausstellende: rund 190 geplant
  • Anmeldung für Ausstellende: ab Juli 2026 (laut Veranstalter)
  • Veranstalter: w. nostheide verlag gmbh (spielbox, SPIEL DOCH! Magazin)

Was ist passiert?

Die Ausstellungsfläche in Halle 4, rund 8.300 Quadratmeter, war bereits 2026 Wochen vor der Messe ausgebucht. Mit über 18.000 Besucherinnen und Besuchern verzeichnete die Ausgabe 2026 im April einen neuen Rekord. Weil die Nachfrage von Ausstellenden die Kapazität übersteigt, verhandelte Nostheide mit der Messe Dortmund über eine zweite Halle. Das Ergebnis: Halle 7 bietet laut Veranstalter Platz für bis zu 6.000 Quadratmeter, 2027 belegt die Messe davon zunächst rund 3.000 Quadratmeter. Die Gesamtfläche steigt damit auf etwa 11.300 Quadratmeter, geplant sind rund 190 Ausstellende. Den zusätzlichen Platz nutzt der Veranstalter nach eigenen Angaben doppelt: Er will damit die Warteliste bei den Ausstellenden abbauen und Standvergrößerungen ermöglichen und zugleich die Freispielflächen ausbauen.

Wer steckt dahinter?

Veranstalter ist die w. nostheide verlag gmbh aus Memmelsdorf, bekannt durch das Fachmagazin spielbox und das SPIEL DOCH! Magazin. Seit dem Wechsel auf das Dortmunder Messegelände wächst die Messe Jahr für Jahr in Fläche und Besucherzahl. Neben Dortmund betreibt Nostheide eine Schwestermesse: Die SPIEL DOCH! am Bodensee findet am 20. und 21. Juni 2026 in der Messe Friedrichshafen statt.

Was bedeutet das für den deutschsprachigen Raum?

Gesichert ist zunächst der Flächenzuwachs selbst. Für Besucherinnen und Besucher dürfte er sich vor allem in mehr Freispielflächen und zusätzlichen Tischen niederschlagen. Ob auch die Wartezeiten an den Demo-Ständen spürbar kürzer werden, hängt davon ab, wie viele zusätzliche Stände am Ende tatsächlich einziehen. Für Ausstellende, von großen Verlagen über Indie-Labels bis zu Autorenständen, öffnet die zweite Halle wieder Standkapazitäten, die zuletzt knapp waren. Die Anmeldung für Ausstellende soll laut Veranstalter im Juli 2026 starten.

Einordnung

Die Erweiterung bestätigt einen Trend, der sich seit Jahren abzeichnet: Die SPIEL DOCH! hat sich als feste Frühjahrsadresse für Brett- und Kartenspiele im deutschsprachigen Raum etabliert. Gegenüber der Essener SPIEL im Herbst, dem mit Abstand größten Branchentreff, bleibt sie die kompaktere Veranstaltung, gewinnt aber Jahr für Jahr an Fläche und Publikum. Ob Halle 7 mittelfristig über die ersten 3.000 Quadratmeter hinaus wächst, dürfte davon abhängen, wie schnell die Warteliste 2027 in gebuchte Stände umschlägt.

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