Ohne Frage: Die SPIEL 2026 war die größte SPIEL aller Zeiten. Von 220.000 Besuchern ging es rauf auf einen neuen Rekord von 230.000, und sämtliche verfügbaren Hallen waren ausgebucht – bis auf eine einzige kleine Halle, die noch als Notreserve bleibt. Unterm Strich heißt das ganz nüchtern: Die SPIEL kann nicht mehr weiter wachsen. Punkt.
Doch Wachstum ist nicht alles, was die Messe ausmacht. Die SPIEL ist viel mehr als ein reines Aufstellen von Rekorden. Und beim Blick auf das, was wirklich zählt, ist vieles beim Alten geblieben, während gleichzeitig neue Dinge dazugekommen sind.
Wie hatte ich im letzten Jahr mein Fazit begonnen? "Jedes Jahr fällt es mir schwerer, ein Fazit zur zurückliegenden SPIEL zu schreiben. Hauptsächlich habe ich das Gefühl, mich dabei zu wiederholen." An diesem Gedanken hat sich wenig geändert. Allerdings sind mir doch ein paar Sachen aufgefallen, die ich als selbsternannter Chronist gerne festgehalten sehe. Die […]
Deadly Dinner – Tödliches Klassentreffen, der neuste Teil der Krimidinner-Reihe bei Pegasus Spiele, jetzt erhältlich
Friedberg, 29.10.2026: Mit Deadly Dinner – Tödliches Klassentreffen hat Pegasus Spiele zur SPIEL Essen 2026 einen weiteren Titel in der erfolgreichen Krimidinner-Reihe Deadly Dinner veröffentlicht. Als Teilnehmende eines Klassentreffens, bei dem einer der ehemaligen Mitschüler tot zusammenbricht, wollen die Spielenden – je nach Rolle – den bzw. die Täter*in entlarven oder selbst mit der Tat davonkommen.
Die vorherigen Titel der Deadly Dinner-Reihe versetzten die Spielenden bereits in eine Dating-Show, ein Hollywood Filmset, eine tropische Hochzeit, das San Francisco der 1970er Jahre, auf eine luxuriöse Yacht, ins schöne Italien und zuletzt mit Deadly Dinner – Mord im Vorzelt auf einen Strandcampingplatz. Der neuste und achte Teil, Deadly Dinner – Tödliches Klassentreffen, von Lukas Setzke und Verena Wiechens führt die Spielenden nach 20 Jahren zurück in die Schiller-Schule.
Sieben bis elf Spielende ab 16 Jahren schlüpfen dieses Mal in die Rollen verschiedener Mordverdächtiger auf einem Klassentreffen, bei dem der unscheinbare Überflieger René Keller unter mysteriösen Umständen tot zusammenbricht. Der ehemalige Schulkamerad galt in seiner Schulzeit als uncooler IT-Nerd und hatte sich eigentlich immer im Hintergrund gehalten. Was hätte er sich zu Schulden kommen lassen können und wer pflegte ungeahnte Verbindungen zu ihm? Diese und weitere Geheimnisse gilt es in der Spielrunde aufzuklären. Dabei gibt es auch die Option, die Rolle eines nicht verdächtigen, ermittelnden Charakters zu übernehmen. Im Laufe der Partie treten neue Informationen zum Tathergang an die Oberfläche. Außerdem kommen immer wieder geheime Objekte in Umschlägen ins Spiel, die zwar näher zur Wahrheit führen können, aber auch unvorhersehbare Wendungen offenbaren. Deadly Dinner – Tödliches Klassentreffen, mit Illustrationen der Bringmann & Kopetzki GbR, ist zu einer UVP von 39,99 € erhältlich.
Bei einem Krimidinner lädt der bzw. die Gastgeber*in die Gäste zu einem gemeinsamen Krimiabend ein, bei dem sie die Rollen von Mordverdächtigen in einem spannenden Fall übernehmen. Meist begleitet von einem Abendessen mit drei Gängen füllt der Krimispaß drei bis vier Stunden. Jemand in der Runde hat den Mord begangen, doch alle haben Geheimnisse, die sie lieber für sich behalten wollen. Über drei Runden hinweg versuchen sie, hinter die Geheimnisse der anderen Spielenden zu kommen, ohne sich selbst verdächtig zu machen. Das gemeinsame Ziel ist es, den Mordfall aufzuklären – oder mit der Gräueltat davonzukommen.
Ein fahrender Zirkus im 18. Jahrhundert, und ein Bibliothekar, der 200 Jahre später dessen Geschichte als wasserfleckiges Buch in den Händen hält. Darin entdeckt er einen Fluch, der alle Frauen seiner Familie am selben Tag umgebracht hat und den er jetzt brechen muss, um seine Schwester zu retten.
Okay … die SPIEL ’26 ist vorbei und eure Kommentare in Christians Fazit sauge ich gespannt auf. Als ich sein Resümee das erste Mal las, hatte ich Tränen in den Augen. Danke für diese wertschätzenden Worte. Ich habe auf der Messe zu Christian gesagt, dass dieser Blog, diese eine Nachricht, die ich vor sechs Jahren...
Als sich vom 22. bis 25. Oktober die Tore der SPIEL Essen 2026 öffneten, blickte die gesamte internationale Welt des Brettspiels einmal mehr ins Ruhrgebiet. Die SPIEL ist die weltweit größte Publikumsmesse für Brett- und Gesellschaftsspiele aller Art und bringt zig tausende Spiele-Fans mit nationalen und internationalen Ausstellern zusammen. Seit über 40 Jahren präsentiert die […]
Hast du das Spiel schon gespielt?
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Rund um die SPIEL Essen 2026 bringt Asmodee eine ganze Reihe neuer Titel in den deutschen Handel, von Familienspielen über ein Kennerspiel bis zum reinen Geschicklichkeitsspiel für die Kleinsten. Wir ordnen zehn davon anhand von BGG und den Produktseiten der Verlage ein, jeweils mit Mechanik, Eckdaten und deutschem Preis.
Bella Vista: Höher bauen als die Nachbarschaft
In Bella Vista seid ihr laut BGG-Beschreibung Architektinnen und Architekten, die ihren Bewohnern die beste Aussicht auf die Parks der Stadt verschaffen wollen. Dazu baut ihr acht Gebäude unterschiedlicher Höhe und wollt dabei möglichst oft das höchste Haus der Nachbarschaft stellen, denn nur das bringt Punkte. Wer zuerst an einem begehrten Bauplatz bauen will, zahlt dafür einen höheren Preis: Die Zugreihenfolge wird laut BGG über eine Auktion bestimmt, wer vorn steht, zahlt mehr. Das Spiel endet, sobald eine Person alle acht eigenen Gebäude errichtet hat. Designer sind Bruno Cathala und Andrea Mainini, Verlag ist international Studio H, die deutsche Ausgabe bringt Asmodee.
Eckdaten zu Bella Vista
Spielerzahl: 2 bis 4
Spielzeit: 30 bis 45 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Regelgewicht: 2,1 von 5 (laut BGG)
Designer: Bruno Cathala und Andrea Mainini
Verlag: Studio H (international), deutsche Ausgabe: Asmodee
Preis: rund 35 bis 38 Euro (deutsche Ausgabe laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
Termin: Handel ab 26.10.2026
Bing! Bang! Boom!: Reflexspiel mit vier Abschussrampen
Bing! Bang! Boom! ist laut BGG-Beschreibung ein schnelles Reaktionsspiel: Vier Abschussrampen liegen aus, fünf passende Karten kommen ins Spiel, wer am Ende die unpassende „Niete“ in der Hand hält, verliert die Runde und scheidet laut BGG-Mechanik-Tag aus. Dabei wird laut Verlag auch gerufen: „Bing“, „Bang“ oder „Boom“, je nachdem, welche Feuerwerkskarte gerade passt. Ob die Niete die betroffene Person nur für die laufende Runde oder für den Rest der Partie aus dem Spiel nimmt, sagen die vorliegenden Quellen nicht eindeutig. Verlag ist international Taco Cat Games, die deutsche Fassung „Bing! Bang! Bumm!“ bringt Asmodee.
Eckdaten zu Bing! Bang! Boom!
Spielerzahl: 2 bis 6
Spielzeit: etwa 10 Minuten
Alter: ab 7 Jahren
Verlag: Taco Cat Games (international), deutsche Ausgabe: Asmodee
Preis: rund 13 bis 14 Euro (deutsche Ausgabe laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
Termin: Handel ab 22./26.10.2026
Fadenfroh: Sticken um Siegpunkte, mit Pfister-Beteiligung
In Fadenfroh legt ihr laut BGG-Beschreibung Stoffkarten in eure Auslage und bekommt dafür Punkte für Farben und Symbole, abhängig davon, welche Wertungskarten in der aktuellen Runde gelten. Weil alle Mitspielenden um dieselben Stoffkarten und Materialien konkurrieren, müsst ihr jede Runde neu abwägen, wie lange ihr noch Material nehmt, bevor euch jemand die passende Karte wegschnappt, dazu kommen ein wechselnder Aufbau und eine Sammelwertung über mehrere Runden. Designer sind Jordy Adan und Alexander Pfister, Verlag ist unter anderem das deutsche DSV Games. Das offene Draften um einzelne Stoffkarten ist dabei ein Mechanik-Baustein, den Pfisters bekanntere Kennerspiele Great Western Trail (BGG-Regelgewicht 3,7) und Maracaibo (3,9) laut BGG gar nicht nutzen, dort dominieren Routenbau und Kartenmanagement. Mit einem Regelgewicht von 2,3 liegt Fadenfroh damit spürbar leichter und mechanisch anders als Pfisters bekanntere Titel. Laut BGG ist Fadenfroh auch solo spielbar, wie genau sich die Solo-Variante von der Mehrspieler-Partie unterscheidet, verraten die vorliegenden Quellen nicht.
Eckdaten zu Fadenfroh
Spielerzahl: 1 bis 4, mit Solo-Modus
Spielzeit: etwa 30 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Regelgewicht: 2,3 von 5 (laut BGG)
Designer: Jordy Adan und Alexander Pfister
Verlag: 1 More Time Games/DSV Games/Pandasaurus Games
Preis: rund 22 Euro (laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
Termin: Anfang Q4/Oktober 2026
Mischwald: Smoky Mountains zieht in die Great Smoky Mountains
Nach Mitteleuropa im Grundspiel bringt euch Mischwald: Smoky Mountains laut Verlagsbeschreibung in den beliebten nordamerikanischen Nationalpark. Als dritter eigenständiger Teil der Reihe baut es auf der bekannten Mischwald-Mechanik auf: Tier- und Pflanzenkarten werden gesammelt und übereinandergelegt, um Lebensräume zu bilden. Smoky Mountains ergänzt das um neue, wasserbezogene Geländekarten, die sich sowohl eigenständig als auch als „universelles Wasser“ unter Baumkarten einsetzen lassen, dazu neue Synergien zwischen Pflanzen und Tieren rund ums Wasser sowie größere Tiere wie Schwarzbären und Rotluchse. Wie beim Grundspiel gewinnt, wer am Ende die meisten Punkte hat. „Teil der Reihe“ heißt hier ausdrücklich nicht spielmechanisch verbunden: Laut Asmodee-Ankündigung ist Smoky Mountains ein eigenständiges Grundspiel mit eigenem, komplettem Kartensatz und nicht mit anderen Mischwald-Versionen oder Erweiterungen kompatibel, insbesondere keine Fortsetzung der 2024 bei uns besprochenen Erweiterung „Waldrand“. Verbunden sind die drei Mischwald-Spiele also nur über Thema und Grundprinzip, nicht über eine gemeinsame Kartenbasis. Designer ist Kosch, Verlag Lookout Games.
Eckdaten zu Mischwald: Smoky Mountains
Spielerzahl: 2 bis 5
Spielzeit: etwa 60 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Regelgewicht: 2,2 von 5 (laut BGG)
Designer: Kosch
Verlag: Lookout Games
Preis: rund 26 bis 28 Euro (laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
Termin: erschienen 22./23.10.2026 zur SPIEL Essen
Melodies: Gemeinsam eine Band bilden, ohne Karten zu zeigen
Melodies ist laut BGG-Beschreibung ein kooperatives Kartenspiel: Ihr bildet eine Band und vervollständigt gemeinsam Songs, indem jede Person Karten aus der Hand spielt. Der am häufigsten gespielte Wert wird zur „Melodie“ dieser Note und muss zum Verlauf des Songs passen, erst wenn alle Noten korrekt gespielt sind und alle Hände leer sind, ist ein Song fertig. Kommuniziert werden darf nur über Strategie, nicht über die eigenen Karten oder geplanten Aktionen. Von der Garage bis zur großen Bühne bringt laut Verlag jeder neue Auftrittsort neue Regeln, Instrumente, Publikum und Herausforderungen mit. Designer ist Thomas Dagenais-Lespérance, Verlag Next Move Games.
Eckdaten zu Melodies
Spielerzahl: 2 bis 5
Spielzeit: etwa 30 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Designer: Thomas Dagenais-Lespérance
Verlag: Next Move Games
Preis: rund 21 Euro (laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
Termin: Handel ab 26.10.2026
Die glücklichste Katze der Welt: Deckbau fürs Lieblingstier
Im Familienspiel Die glücklichste Katze der Welt wetteifert ihr laut Verlagsbeschreibung darum, der eigenen Katze das gemütlichste, glücklichste Zuhause einzurichten. Ihr kauft neue Plättchen für euer Deck, um die Wohnung der Katze zu erweitern und attraktive Kombinationen zu bilden, bewegt die Katze zu Attraktionen, sammelt dafür Punkte und nutzt die besten Kombinationen zwischen den Attraktionen. Designer sind Olivier Cipière und Oussama Khelifati, Verlag ist unter anderem Asmodee selbst.
Eckdaten zu Die glücklichste Katze der Welt
Spielerzahl: 2 bis 4
Spielzeit: etwa 30 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Regelgewicht: 2,0 von 5 (laut BGG)
Designer: Olivier Cipière und Oussama Khelifati
Verlag: Rebel Studio/Asmodee/Transludis
Preis: rund 27 bis 30 Euro (deutsche Ausgabe laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
Termin: SPIEL-Essen-Premiere 22.10.2026, Handel im Oktober 2026
Lightning Train: Beutelbau von den Dune-Imperium-Machern
Lightning Train kommt laut Verlagsbeschreibung von Paul Dennen, bekannt durch Clank! und Dune: Imperium. Ihr steuert eine Eisenbahngesellschaft durch acht Regionen Nordamerikas, baut euren Beutel mit Chips aus, um Bahnhöfe und Strecken zu eröffnen, und verdient Geld, indem ihr Güter in die Städte liefert, die sie brauchen. Die titelgebenden Blitzzüge beschleunigen euch laut Verlag an der Konkurrenz vorbei. Mechanisch ist das laut BGG etwas anderes als Dune: Imperium: Dort baut ihr ein Kartendeck auf und setzt Agenten per Worker Placement auf dem Spielplan ein, bei Lightning Train gibt es weder Karten noch Agenten, sondern Chips aus einem Beutel, die direkt auf der Karte landen, kein direktes Gegeneinander um einzelne Felder. Auch solo spielbar, die BGG-Community bewertet die Solo-Variante bislang aber uneinheitlich. Verlag ist international Dire Wolf, die deutsche Ausgabe bringt Asmodee.
Eckdaten zu Lightning Train
Spielerzahl: 1 bis 4, mit Solo-Modus
Spielzeit: 60 bis 120 Minuten
Alter: ab 13 Jahren
Regelgewicht: 3,0 von 5 (laut BGG)
Designer: Paul Dennen
Verlag: Dire Wolf (international), deutsche Ausgabe: Asmodee
Preis: rund 49 bis 52 Euro (deutsche Ausgabe laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
Termin: deutsche Ausgabe seit September 2026 im Handel
a_way: Wettrennen durch die Quazarys-Galaxie, jetzt auf Deutsch
In a_way nehmt ihr laut BGG-Beschreibung an einem legendären Raumschiff-Rennen durch die Quazarys-Galaxie teil. Jede Pilotin und jeder Pilot muss die eigene Basis erreichen, die zugleich der Startpunkt einer gegnerischen Person ist. Die Rennstrecke besteht aus Sonnenpfaden mit Stationen, Richtungspfeilen und besonderen Weltraumphänomenen, die sich laufend verändern. Ihr kombiniert Bewegung und Kartenspiel, um euer Schiff voranzubringen, müsst dabei Einbahnstrecken und Pflicht-Stationen beachten und dürft nicht auf derselben Station landen wie eine gegnerische Person. Karten aus einem gemeinsamen Stapel erlauben es laut Verlag, das Spielfeld zu verändern, Spezialeffekte auszulösen oder gegnerische Schiffe zu stören. a_way erschien ursprünglich 2024 über eine Ulule-Kampagne und bei Blue Orange, für deutsche Leser ist die Asmodee-Ausgabe damit die erste eigene deutsche Fassung.
Eckdaten zu a_way
Spielerzahl: 1 bis 4, mit Solo-Modus
Spielzeit: 10 bis 30 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Regelgewicht: 1,3 von 5 (laut BGG)
Designer: Clément Bongibault, Louis Fievre, Benjamin Niess, Hugo Socié
Verlag: Blue Orange (international, Originalausgabe 2024), deutsche Ausgabe: Asmodee
Preis: rund 11 Euro (deutsche Ausgabe laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
Termin: Anfang Q4 2026
Biberburg: Würfelturm gegen die Belagerung
Biberburg ist die deutsche Fassung von Wombat Tower: Ein kooperatives Geschicklichkeitsspiel, in dem ihr laut BGG-Beschreibung gemeinsam einen zentralen Turm gegen anrückende Gegnerwellen verteidigt. Ihr dreht den Würfelturm in Richtung eines gewählten Pfads und lasst einen besonderen Würfel darin hinunterrollen, um gegnerische Figuren vom Spielfeld zu kippen. Fallen Figuren um, sind sie aus dem Spiel. Werden sie nur verschoben, bleiben sie auf dem Feld. Je nach gewürfeltem Symbol kommen neue Gegner hinzu, rücken bestehende vor, oder eine Bonusaktion über Maschinenkarten wird ausgelöst. Gewonnen ist, sobald das Feld frei von Gegnern ist, verloren, sobald der dritte von drei Schild-Plättchen bricht. Designer sind Antonin Boccara und Romaric Galonnier, Verlag ist international Blue Orange, die deutsche Fassung bringt Asmodee.
Eckdaten zu Biberburg
Spielerzahl: 1 bis 4, mit Solo-Modus
Spielzeit: etwa 15 Minuten (laut BGG reine Spielzeit, ob Erklärzeit mit jüngeren Kindern eingerechnet ist, sagt keine der vorliegenden Quellen)
Alter: ab 6 Jahren
Designer: Antonin Boccara und Romaric Galonnier
Verlag: Blue Orange (international, als „Wombat Tower“), deutsche Ausgabe: Asmodee
Preis: rund 23 bis 25 Euro (deutsche Ausgabe laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
Termin: Anfang Q4 2026
Flamecraft Duals bekommt eine Deluxe-Edition
Flamecraft Duals ist laut BGG-Beschreibung ein Zweipersonen-Legespiel im Flamecraft-Universum: Reihum zieht ihr einen Drachen aus dem Beutel und legt ihn auf das gemeinsame Spielfeld, jeder Drachentyp hat eine Fähigkeit, die sich aktivieren lässt, um weitere Drachen zu ziehen oder das Feld umzuordnen. Bildet ihr mit drei Drachen auf dem Feld das Muster einer Shop-Karte in eurer Hand, bekommt ihr dafür Punkte, bis der Beutel leer ist. Seltene zweifarbige „Hydragons“ bringen doppelte Fähigkeiten. Neu für den deutschen Markt ist nicht das Spiel selbst, das es bereits seit 2025 gibt, sondern die „Flamecraft Duals (Deluxe-Edition)“: laut Verlag mit Reisekoffer-Verpackung, Metallmünzen und Kartenhaltern aus Holz, also eine neue Ausstattungsvariante, keine neuen Inhalte. Designer ist Manny Vega, Verlag Cardboard Alchemy.
Eckdaten zu Flamecraft Duals (Deluxe-Edition)
Spielerzahl: 1 bis 2, mit Solo-Modus
Spielzeit: 30 bis 45 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Regelgewicht: 1,6 von 5 (laut BGG, Basisspiel)
Designer: Manny Vega
Verlag: Cardboard Alchemy (international), deutsche Ausgabe: Asmodee
Preis: rund 40 bis 50 Euro (deutsche Ausgabe laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
Termin: Handel ab 1.11.2026
Lohnt sich der Blick auf dieses Neuheitenpaket?
Die Spannbreite reicht vom reinen Kinderreflexspiel bis zum Kennerspiel-Beutelbauer, dabei ist der überwiegende Teil keine komplette Neuentwicklung: Mehrere Titel sind deutsche Erstausgaben bereits bestehender internationaler Spiele (a_way, Biberburg, Lightning Train), bei Flamecraft Duals handelt es sich sogar nur um eine neue Ausstattungsvariante eines seit 2025 erhältlichen Spiels. Nach Regelgewicht sortiert, greifen am ehesten zu: Familien mit kleinen Kindern bei Bing! Bang! Boom!, a_way, Flamecraft Duals und Biberburg (BGG-Gewicht bis 1,6 oder noch ungewertet), Familien- und Gelegenheitsrunden bei Die glücklichste Katze der Welt, Melodies, Bella Vista, Mischwald: Smoky Mountains und Fadenfroh (Gewicht 2,0 bis 2,3), und Vielspieler in erster Linie bei Lightning Train, dem mit Abstand schwersten Titel im Paket (Gewicht 3,0). Für deutsche Leser ist das Paket trotzdem relevant, weil mehrere dieser Titel hierzulande bislang gar nicht oder nur auf Englisch zu haben waren.
Korrektur vom 29.10.2026: Im Schlussabsatz stand Melodies fälschlich in der Gruppe der noch ungewerteten Titel. Tatsächlich führt BGG für Melodies denselben Regelgewicht-Wert (2,0) wie für Die glücklichste Katze der Welt, die bereits korrekt in der Gewichtsgruppe 2,0 bis 2,3 stand. Melodies wurde in dieselbe Gruppe verschoben.
Der Jurassic Zoo steht kurz vor der Eröffnung. Aus mehreren Filmen wissen wir, dass das unter Umständen kein einfaches Unterfangen ist. Daher bauen wir noch die letzten Gehege, um die Tiere in diesem Flip & Write – Spiel sicher einzusperren.
Machen wir es kurz: Erfahrungsgemäß werden keine Einleitungen gelesen. Insbesondere nicht von Top-Listen. Warum also hier viele Worte verschwenden, wenn doch sowieso gleich nach unten gescrollt wird? Natürlich hat man das Bedürfnis, sich erklären zu wollen. Einzuordnen, dass es mir nicht darum geht, Hypes nachzuspüren. Oder klarzumachen, dass diese Top-Liste zwangsläufig Ersteinschätzungen sind. Denn die […]
German board game designer Mathias Wigge has pulled off an impressive feat at the Deutscher Spiele Preis – Germany’s biggest community-voted board game award – by winning with both of his first two standalone games, Ark Nova and Sanctuary.
Sanctuary claimed top spot in the annual award ahead of Pegasus Spiele’s commercial hit Boss Fighters QR and space tourism-themed worker placement title Galactic Cruise, which has already scored a string of major award wins.
The win also cements Feuerland Spiele‘s position as the most successful publisher in the Deutscher Spiele Preis since the company was founded in 2012, with four victories – twice as many as any other publisher over that period.
Feuerland scored an early DSP victory with Terra Mystica in 2013, before a flurry of three wins in eight years via Wingspan in 2019, Wigge’s debut design Ark Nova in 2022, and Sanctuary this year.
The game, released in Germany as Artengarten last year, aims to offer a shorter and more accessible take on Ark Nova’s zoo-building and wildlife conservation theme, replacing much of the original’s card-driven gameplay with tile placement.
Feuerland also positioned the game at a lower price point than Ark Nova, with a recommended German retail price of €49.90 against €64.90 for the original.
The win follows huge critical and sales success for Wigge’s predecessor design Ark Nova, which had sold more than 300,000 copies worldwide and racked up over 10 million plays on Board Game Arena according to a report from German newspaper Der Patriot in February this year – as well as being ranked in second place among all the titles on BoardGameGeek.
The app-driven cooperative game spent six years in development, with Palm and Zach revealing that extensive work was needed to ensure its QR code scanning technology operated reliably and to develop the digitally controlled bosses.
Boss Fighters QR was also nominated for this year’s Kennerspiel des Jahres, alongside Moon Colony Bloodbath and eventual winner Rebirth.
Galactic Cruise’s third place finish follows a striking awards run for the game, which was the first major release from US publisher Kinson Key Games.
The title, designed by TK King, Dennis Northcott and Koltin Thomson, had already been crowned Heavy Game of the Year at BoardGameGeek’s Golden Geek Awards in May, before taking Game of the Year, Best Strategy Game and Best Game from a New Designer at the Dice Tower Awards in August.
Germany’s Frosted Games was represented twice, through Reiner Knizia’s Kennerspiel des Jahres winner Rebirth in sixth place and Star Trek: Captain’s Chair in ninth, while Kosmos took eighth with River of Gold.
This year’s children’s Deutscher Spiele Preis went to Wojciech Grajkowski’s Toriki: The Castaway Island, published by Mirakulus, ahead of Mooki Island and Paleolino.
The Deutscher Spiele Preis, which has been presented since 1990, is decided by public voting among players in Germany, Austria and Switzerland, rather than a specialist jury.
Organisers said “many thousands” of players took part in this year’s voting. Eligible games were released in German between May 1, 2025 and April 30, 2026, with the winners announced at the Spiel Essen game fair.
Drachen sind fester Bestandteil vieler Fantasywelten und aus diesem Genre kaum wegzudenken. Im Handbuch der Blütendrachen werden Fauna und Flora miteinander verbunden. Hier erfährt man alles über Drachen, die von (Blüten-)Pflanzen inspiriert wurden. Sie können für alle Systeme mit 5e-Regelwerk genutzt werden.
Die SPIEL 2026 ist vorbei. Was bleibt, sind Begegnungen, Erinnerungen, Eindrücke und Rekorde. Letzteres war wieder zu erwarten, denn mit jetzt allen 8 Hallen, 230.000 Besuchern und über 1.800 Neuheiten wurden wieder alle Rekorde gebrochen.
Da ist die aufregendste Woche des Jahres mit der SPIEL ’26 vorbei. In mir tobt aber immer noch der Sturm der Emotionen. Vor mir spannende Zeiten, denn es war eine Messe der Brettspielhighlights. Entsprechend groß ist die Vorfreude, euch in den nächsten Wochen und Monaten mit Eindrücken zu beglücken. Hinter mir liegt eine Zeit, die...
Eigentlich könnte man meinen, dass die weltweite Brettspiel-Community während der vier Messetage der SPIEL ausreichend damit beschäftigt ist, Brettspiele aus der Halle zu8 schleifen. Weit gefehlt: Parallel zum analogen Ausnahmezustand liefen die Server von Gamefound und Kickstarter in dieser Woche heiß wie selten zuvor. Stolze 227 aktive Brettspiel-Kampagnen sammelten zusammen rund 23,3 Millionen Euro von...
Ist das Refugium der Druiden in Wahrheit eine Lüge? Auf der Neuheitenschau der SPIEL 2026 in Essen stand mir Bastian von Feuerland Spiele Rede und Antwort per spontanem Audio-Interview. Dabei haben wir ein Expertenspiel für 1 bis 4 Spieler vorliegen, das fernab seines rebellischen Themas Eure spielerische Neugier wecken soll. Als Urgeister mit optionalen clanspezifischen Eigenschaften, die man für die Einführungspartie auch weglassen kann, führen wir unsere Gefährten an, um die Tiere von Greenwood zu retten. Wir können die Fähigkeiten der Mitspieler nutzen, um unseren eigenen Vorteil zu optimieren. Auf der Messe ausverkauft, aber ab November im Fachhandel wieder lieferbar.
Durch das freispielbare eigene Tableau mit speziellen Eigenschaften seines Clans fühlte ich mich an Terra Mystica & Co erinnert. Danach hören die Gemeinsamkeiten allerdings auf und ich bin gespannt auf das Erlebnis hinter dem Thema, wenn ich das Eurogame in meinen Spielrunden mitspielen kann. Ob die Rebellen-Thematik mit dem provokanten „Greenwood is a lie“ Aufschrei auf dem Schachtelcover wirklich halten kann, was ich mir an Besonderheiten davon verspreche, wird sich spätestens dann zeigen. Einer der vielen für mich kaum einschätzbaren Eurogames-Neuheiten, die im Vorfeld gefeiert wurden.
Das war sie also, die Spielemesse 2026. Die größte Spielemesse aller Zeiten. Die vollausgelastete Messe (Wobei die Gruga selbst m.W. nur für die Presseveranstaltungen am Mittwoch genutzt wurde). Mehr geht nicht – der Messe gehen die Hallen aus. Und nach meiner Beobachtung wurden auch alle Standplätze genutzt. Das Konzept sieht dabei -wie im letzten Jahr […]
Drei Tage SPIEL 2026 liegen hinter mir. Na gut, zumindest fast, denn der dritte Messetag war noch einmal gut gefüllt. Am Morgen ging es zum Presstag bei Queen Games, danach standen Gespräche, Begegnungen und natürlich auch ein paar Partien auf dem Programm. Und ehe ich mich versah, war es auch schon wieder Zeit, die Heimreise anzutreten.
Aber der Reihe nach. Denn auch am dritten Tag gab es einiges zu entdecken – und einen Trend, der mir inzwischen immer deutlicher auffällt.
Big Box oder Mini-Schachtel: Dazwischen gibt es kaum noch etwas?
Der Morgen begann bei Queen Games mit dem Presstag. Neben den Neuheiten des Verlags hatte ich dabei auch Gelegenheit, mir die Entwicklung im aktuellen Brettspielmarkt etwas genauer anzuschauen. Ein Eindruck zieht sich für mich mittlerweile durch die Messe: Bei den Schachtelgrößen scheint es zunehmend zwei Extreme zu geben.
Luxus pur – Labyrinth Chronicles
Auf der einen Seite stehen die Big Boxen. Große Schachteln, viel Material und gerne auch eine Ausstattung, bei der man sich fragt, ob man für das Spiel eigentlich noch einen eigenen Tisch anbauen muss. Queen Games kennt sich damit bekanntlich bestens aus.
Auf der anderen Seite werden Spiele immer kleiner. Der koreanische Verlag playte Games ist dafür ein gutes Beispiel. Bekannte und neue Spielideen werden in kompakte Formate gepackt, die wenig Platz benötigen und sich auch gut mitnehmen lassen.
Und Queen Games? Der Verlag kann offenbar beides.
Mit Alhambra und Kingdom Builder wurden zwei bekannte Titel geschrumpft. Das ist durchaus interessant, denn beide Spiele haben sich längst einen Namen gemacht und benötigen keine große Vorstellung mehr. Sie zeigen, dass man auch etablierte Brettspiele noch einmal anders präsentieren kann. Gerade bei älteren Titeln könnte ein kompakteres Format dafür sorgen, dass sie wieder stärker ins Blickfeld rücken – oder ihren Weg zu Menschen finden, die bisher noch keinen Zugang dazu hatten.
Ob Mini-Schachtel oder Big Box: Am Ende muss natürlich das Spiel überzeugen. Aber ich finde es spannend, wie unterschiedlich Verlage inzwischen mit dem Thema Verpackung und Präsentation umgehen. Vielleicht ist das auch eine Reaktion auf die stetig wachsenden Spielesammlungen. Schließlich ist irgendwann selbst das größte Regal voll. Und trotzdem möchte man immer noch ein weiteres Spiel mit nach Hause nehmen. Ein Dilemma, das Brettspielfans nur zu gut kennen dürften. 😉
Stefan Feld: Zwei bekannte Spiele kehren zurück
Bei Queen Games gab es außerdem Neuauflagen von zwei Spielen aus dem Werk von Stefan Feld: Beijing, früher unter dem Titel Im Jahr des Drachen bekannt, und Manila, das zuvor als Amerigo erschienen ist.
Bei Beijing wurde das Grundspiel nicht grundlegend verändert. Stattdessen gibt es zusätzliche Module, mit denen sich das Spiel erweitern lässt. Das finde ich einen interessanten Ansatz. Wer das ursprüngliche Spiel kennt und mag, bekommt damit im Kern das vertraute Erlebnis, kann aber bei Bedarf weitere Elemente ergänzen.
So muss eine Neuauflage nicht zwangsläufig alles auf den Kopf stellen. Manchmal reicht es, ein bewährtes Spiel etwas flexibler zu machen und zusätzliche Möglichkeiten anzubieten. Gerade bei einem Titel, dessen Grundmechanismen bereits funktionieren, kann das eine gute Lösung sein.
Anders sieht es bei Manila aus. Hier wurde deutlich umfangreicher Hand angelegt. Das Spiel wurde komplett überarbeitet und weiterentwickelt. Es handelt sich also nicht einfach um eine neue Schachtel für einen alten Titel, sondern um eine Neuauflage, bei der wesentlich mehr verändert wurde.
Ich finde diese beiden Ansätze spannend, weil sie zeigen, wie unterschiedlich man mit dem Erbe eines bekannten Spiels umgehen kann. Das eine bleibt seinem Ursprung weitgehend treu und lässt sich durch Module erweitern. Das andere wird grundlegend überarbeitet und neu gedacht.
Für Fans von Stefan Feld dürfte es jedenfalls interessant sein, diese beiden Titel wieder auf dem Radar zu haben. Und für alle, die die Originale nicht kennen, bietet sich die Gelegenheit, die Spiele in ihrer neuen Form kennenzulernen.
Die SPIEL ist auch ein großes Wiedersehen
Nach dem Termin bei Queen Games ging es für mich wieder hinaus in die Hallen. Ein bisschen treiben lassen, hier und da schauen, ein paar Gespräche führen – und natürlich die Menschen treffen, die man auf einer Messe unbedingt sehen möchte.
Ich habe mich mit meiner Spielerunde getroffen und auch Daniel von Board Game Circus wiedergetroffen. Genau das ist für mich einer der besonderen Aspekte der SPIEL: Es geht eben nicht ausschließlich darum, möglichst viele Neuheiten zu entdecken und auszuprobieren.
Die Messe ist auch ein riesiges Klassentreffen der Brettspielszene. Man begegnet Menschen, mit denen man sonst nur online Kontakt hat, trifft alte Bekannte und schafft es endlich einmal wieder, in Ruhe miteinander zu quatschen. Oder zumindest so lange, bis der nächste Termin wartet oder jemand mit einem interessanten Spiel um die Ecke kommt.
Manche dieser Begegnungen ergeben sich ganz spontan, andere sind lange geplant. Und nicht selten bleibt man irgendwo länger hängen als gedacht. Das gehört für mich einfach dazu.
Gerade weil die Tage auf der Messe so vollgepackt sind, schätze ich diese Momente sehr. Es ist schön, Menschen zu treffen, die die gleiche Begeisterung für unser Hobby teilen. Und manchmal sind es genau diese Gespräche, die einem neben den Spielen besonders in Erinnerung bleiben.
The Mix: Drinks mixen und die eigene Engine aufbauen
Am Mittag hatte ich dann noch Gelegenheit, The Mix bei HABA zu spielen. Auf den ersten Blick handelt es sich um ein recht klassisches Eurogame, das mit einem Worker-Placement-Mechanismus arbeitet. Thematisch geht es allerdings nicht um den Aufbau einer mittelalterlichen Siedlung, die Entwicklung einer Zivilisation oder die Bewirtschaftung eines Bauernhofs. Stattdessen stehen Drinks und ihre Zutaten im Mittelpunkt.
Wir sammeln Zutaten oder kaufen sie ein, mixen daraus Getränke und versuchen gleichzeitig, unsere eigene Engine aufzubauen. Mit der Zeit sollen die Abläufe effizienter werden, die eigenen Möglichkeiten wachsen und die Produktion der Drinks immer besser funktionieren.
The Mix erscheint bei HABA
Das ist im Kern ein vertrautes Spielprinzip, bekommt durch das Thema aber einen durchaus charmanten Anstrich. Statt Ressourcen für irgendeine abstrakte Produktion zu verwalten, steht man hier sinnbildlich hinter der Bar und versucht, den Laden zum Laufen zu bringen.
Besonders interessant fand ich den Mechanismus, über den das Spielende ausgelöst wird. Denn The Mix endet nicht einfach nach einer festgelegten Anzahl von Runden. Entscheidend ist vielmehr, dass eine bestimmte Menge an Drinks gemixt wurde.
Dadurch entsteht ein spannender Zielkonflikt: Investiere ich zunächst in bessere Fähigkeiten und baue meine Engine aus, damit ich später effizienter arbeiten kann? Oder versuche ich, möglichst schnell viele Drinks fertigzustellen und damit das Ende des Spiels herbeizuführen?
Wer zu lange an der eigenen Engine schraubt, riskiert, dass die Partie vorbei ist, bevor sich die Investitionen richtig auszahlen. Wer dagegen zu früh auf Tempo setzt, lässt möglicherweise wertvolle Möglichkeiten liegen.
Zusätzlich bringt jeder Barkeeper eigene Spezialfähigkeiten mit. Und auch die Playerboards lassen sich asymmetrisch gestalten, wodurch unterschiedliche Ausgangssituationen und Herangehensweisen möglich werden.
Das sind genau die Elemente, die ein vermeintlich klassisches Eurogame interessant machen können. Die Grundmechanismen sind vertraut, aber die Mischung aus Engine Building, individuellem Spielstil und einem variablen Spielende sorgt dafür, dass man sich Gedanken über das eigene Tempo machen muss.
Ich bin gespannt, wie sich The Mix nach weiteren Partien entwickelt. Der erste Eindruck war jedenfalls interessant – und allein die Idee, sich in einem Brettspiel einmal um Drinks statt um Getreide, Holz und Stein zu kümmern, ist eine angenehme Abwechslung.
Vroom: Ein Autorennen, bei dem man nicht einfach Gas geben kann
Deutlich ungewöhnlicher ging es bei Vroom zu. Ein kooperatives Autorennspiel? Das klingt zunächst einmal ein wenig seltsam. Schließlich verbindet man Autorennen normalerweise damit, dass jeder möglichst schnell ins Ziel kommen und die Konkurrenz hinter sich lassen möchte.
Bei Vroom müssen wir dagegen gemeinsam einschätzen, wie sich das Rennen entwickeln wird. Und das ist kniffliger, als es zunächst klingt.
Eine feste Rennstrecke gibt es nicht. Stattdessen spielen wir fünf Geschwindigkeitskarten aus. Das Besondere daran: Die eigenen Karten kennt jeweils nur die Person, die sie auf der Hand hat. Die anderen müssen also einschätzen, welche Geschwindigkeit wohl gefahren wird und wo das jeweilige Auto am Ende landen könnte.
Mit jeder ausgespielten Karte wird das entsprechende Auto nach vorne bewegt. Dabei sind wir völlig frei darin, wie weit wir es nach vorne schieben. Selbst mit einer Karte, die lediglich eine 1 zeigt, kann ich mein Auto also sehr weit nach vorne bewegen – wenn ich davon überzeugt bin, dass es am Ende weit vorne landen muss.
Das klingt erst einmal nach einem ziemlich absurden System. Wozu gibt es schließlich Geschwindigkeitswerte, wenn ich mich beim Ziehen der Autos nicht zwingend daran halten muss?
Vrooom ist echt ungewöhnlich
Der Kniff liegt in der gemeinsamen Einschätzung. Wir müssen uns überlegen, welche Karten die anderen wohl haben, welche Positionen realistisch sind und wie sich das Rennen insgesamt entwickeln könnte. Gleichzeitig müssen wir unsere eigenen Entscheidungen so treffen, dass am Ende ein möglichst gutes Gesamtergebnis herauskommt.
Sobald fünf Karten ausgespielt wurden und mindestens ein Auto die Ziellinie überquert hat, endet das Rennen. Dann werden die Geschwindigkeitskarten addiert. Die höchste Summe gewinnt Platz eins, die niedrigste Summe landet auf dem letzten Platz.
Damit wird aus dem vermeintlich simplen Autorennen ein Spiel über Einschätzung, Kommunikation und das richtige Gespür für die Mitspielenden. Man weiß eben nie ganz genau, was die anderen vorhaben und wie weit sie ihre Autos tatsächlich bewegen werden.
Mein erster Vergleich ging in Richtung The Mind oder Take Time – nur eben auf Speed. 😄 Auch hier müssen wir versuchen, gemeinsam ein Gefühl für die Situation zu entwickeln, ohne sämtliche Informationen zu kennen. Bei Vroom kommt dann noch die Dynamik des Rennens hinzu.
Ich finde die Idee jedenfalls ziemlich ungewöhnlich. Ein Autorennen, bei dem es nicht einfach darum geht, möglichst schnell zu fahren, sondern bei dem wir gemeinsam herausfinden müssen, wie schnell die anderen wohl unterwegs sind. Das klingt erst einmal schräg, funktioniert am Tisch aber tatsächlich.
Und es zeigt einmal mehr, dass man mit einer ungewöhnlichen Idee und wenigen Regeln ein Spiel schaffen kann, das ordentlich Gesprächsstoff liefert.
Ein Besuch bei Noctis Spiele – und Vorfreude auf den Advent
Zum Abschluss meiner Entdeckungstour habe ich noch bei Noctis Spiele vorbeigeschaut. Dort gibt es auch in diesem Jahr wieder einen Adventskalender, auf den ich durchaus neugierig bin.
Diesmal dreht sich alles um Zeitungsausschnitte, mit deren Hilfe man ein Verbrechen aus der Zeit von Sherlock Holmes aufklären muss. Das klingt für mich nach einer schönen Idee für die Adventszeit. Statt jeden Tag einfach nur ein Türchen zu öffnen und eine kleine Überraschung herauszunehmen, wird man selbst zum Ermittler und versucht, aus den vorhandenen Informationen die richtigen Schlüsse zu ziehen.
Gerade solche Formate können eine schöne Abwechslung sein. Man beschäftigt sich über mehrere Tage hinweg mit einem Fall, sammelt Hinweise und versucht, die einzelnen Puzzleteile zu einem Gesamtbild zusammenzusetzen.
Ob der Kalender am Ende hält, was die Idee verspricht, wird sich zeigen. Ich bin jedenfalls gespannt, wie die Geschichte aufgebaut ist und wie gut sich die Zeitungsausschnitte als Ermittlungswerkzeug eignen.
Für mich war das ein schöner letzter Programmpunkt, bevor sich der Messetag langsam dem Ende entgegenneigte.
Das war’s mit der SPIEL 2026
Und dann war es tatsächlich schon wieder vorbei. Am frühen Abend ging es für mich zurück ins normale Leben. Drei Tage voller Termine, Begegnungen, Gespräche und neuer Spieleindrücke liegen hinter mir.
Natürlich habe ich längst nicht alles gesehen, was die Messe zu bieten hatte. Das ist bei der Größe der SPIEL auch kaum möglich. Selbst wenn man sich noch so viel vornimmt, bleibt am Ende immer etwas übrig, das man verpasst hat. Ein Verlag, den man nicht mehr geschafft hat. Ein Spiel, das man unbedingt ausprobieren wollte. Oder ein Gespräch, für das einfach keine Zeit mehr war.
Aber das gehört dazu. Die SPIEL ist eben kein gemütlicher Spaziergang durch eine überschaubare Ausstellung, sondern ein ziemlich intensiver Ausflug in die Welt der Brettspiele.
Jetzt heißt es erst einmal: Spiele sichten, Regeln lesen und lernen. Denn mit den vielen Eindrücken ist es ja nicht getan. Die mitgebrachten und entdeckten Spiele wollen schließlich auch auf den Tisch kommen. Und ich freue mich tatsächlich darauf, mich in Ruhe mit den Neuheiten zu beschäftigen, ohne ständig auf die Uhr schauen oder zum nächsten Termin hetzen zu müssen.
Das passt auch ganz gut zur Jahreszeit. Draußen wird das Wetter zunehmend ungemütlich, die Tage werden kürzer und die Abende laden wieder dazu ein, es sich am Spieltisch gemütlich zu machen.
Eigentlich also der perfekte Zeitpunkt, um die Messe nachwirken zu lassen und sich durch die neuen Spiele zu arbeiten.
Die SPIEL 2026 ist für mich damit zwar vorbei, die Brettspielsaison geht aber gerade erst richtig los. Und ich habe so eine Ahnung, dass in den kommenden Wochen noch einige spannende Partien auf mich warten.
Jetzt muss ich nur noch herausfinden, wo ich die ganzen Schachteln unterbringen soll. Aber das ist ein Problem für einen anderen Tag. 😉